Krampf und Kampf in Südkamen

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Am 09.10.2010 war es soweit und der Ligabetrieb in der Regionalliga Großfeld begann für unsere Herrenmannschaft. Schon um viertel vor Acht traf man sich am Bruchweg um pünktlich zum ersten Spiel des Tages in Südkamen zu sein. Leider verfuhr sich ein Wagen und ein Teil der Mannschaft u.a. mit Torhüter Domenic Sauerbier erreichte die Halle erst 10 Minuten vor Anpfiff.

 
Holzbüttgen musste auf Tobi Steinfort, Alex Sagafe, Phil Jesse und Tobias Müller verzichten und so den ersten Block mit der Verteidigungsreihe Georg Hahnen, Oliver Neeten und im Sturm Ulf Rademacher völlig umbauen. Dennis Schiffer spielte für seinen Heimatverein und trat nicht die Reise nach Weißenfels mit dem SFF Bonn an, was vielleicht auch keine ganz falsche Entscheidung war (Bonn unterlag leider mit 21:2). Ein Lob gilt hier auch noch an den verletzten Niklas Dopheide, der mit zum Spieltag anreiste, die Wechsel koordinierte und das Team betreute.

Man hatte sich einiges vorgenommen für den Spieltag mit den schwierigen Gegnern aus Butzbach und Südkamen. Letztere hat man vielleicht unterschätzt, denn immerhin kann Südkamen auf Spieler des WFC aus der zweiten Bundesliga zurückgreifen und stellt eine gute Mannschaft. Eigentlich begann man das Spiel auf beiden Seiten recht solide, doch Mitte des ersten Drittels kippte das Spiel und durch zwei Fehler in der Defensive konnte Südkamen eine 2:0 Führung zur Pause herausspielen. Im zweite Drittel war die DJK zunächst aktiver und setzte Südkamen unter Druck. So konnte Dennis Schiffer schnell den Anschlusstreffer erzielen, doch leider wurden in der Folgezeit beste Chancen nicht genutzt, denn es hätte durchaus der Ausgleich fallen können. So griff dann die alte Weisheit:  „Wer vorne nicht seine Buden macht wird bestraft!“. Kurz vor Ende des Drittels schlug ein Schuss durch die Beine von Jörg Feldhausen unglücklich in der kurzen Ecke des Holzbüttgener Tors ein und Südkamen konnte erneut mit einem Zweitorevorsprung in die Pause gehen.

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Die DJK Jungs wollten im letzten Drittel noch einmal alles abrufen und das Spiel drehen, doch es kam völlig anders. Viel zu aggressiv und kopflos stürmte man nach vorne in die Abwehrreihen der Südkamener, für welche dieses Spiel einfach zu kontrollieren war, dazu zerfiel das Zusammenspiel völlig und erlaubte dem Gegner viele Chancen. Nach einer Strafzeit gegen Sören Krieger welcher einen Alleingang des Gegners stoppen musste fiel dann auch dass zu diesem Zeitpunkt verdiente 4:1 für Südkamen in Überzahl. Es kam wie es kommen musst und so besiegelte Georg Hahnen mit einem unglücklichen Eigentor eine bittere 5:1 Niederlage. Die DJK wirkte einfach müde und kopflos in diesem Spiel und muss sich im Aufbauspiel sowie konditionell steigern, um mit den guten Mannschaften der Liga mitzuhalten. Nun hatte man bis 15 Uhr Zeit um die Niederlage abzuhaken und sich auf das Spiel gegen Tabellenführer Butzbach vorzubereiten. In der Zwischenzeit gab es zwei hohe Favoritensiege von Kamen und Butzbach gegen die Floorwolves aus Duisburg. Dabei ist allerdings anzumerken, dass sich die Mannschaft aus Duisburg in ihrer Premiere Saison deutlich verbessert hat zum Vergleich mit dem Vorbereitungsspiel gegen Holzbüttgen und einen respektablen Gegner darstellt.

Zum letzten Spiel des Tages schworen sich die Holzbüttgener Jungs noch einmal ein, um den ersten Auftritt vergessen zu machen. Man begann das Spiel gegen die körperlich starken Butzbacher wacher und mit mehr Aggression. So entwickelte sich ein ansehnliches Kampfspiel. Butzbach hat sich im Vergleich zur Vorsaison noch einmal entscheidend verbessert und setzt den Gegner mit körperbetontem Spiel und guten Kombinationen unter Druck. Dies bekamen insbesondere die körperlich schwächeren Spieler der DJK im Slot häufig zu spüren und so ging Butzbach durch eine Direktabnahme mit 1:0 in Führung. In der Folge kriegte dann wieder die DJK Oberwasser und ein Solo von Sören Krieger brachte den Ausgleich zur Pause.
Im zweiten Drittel zeigte dann die DJK ihre beste Leistung an diesem Tag und setzte Butzbach mit schnellem Spiel unter Druck. Dazu wurde Domenic Sauerbier immer sicherer und glänzte mit einigen guten Paraden, evtl. auch weil ihm ein Kasten Bier versprochen wurde, wenn er nun kein Gegentor mehr zuließe. Nach Verwarnung an beide Mannschaften durch den Schiedsrichter schaffte es diesmal die DJK von einer Strafe verschont zu bleiben und erhielt sogar eine Überzahlgelegenheit. Das neue Powerplaysystem von Teammanger Georg Hahnen mit einem körperlich starken Spieler im gegnerischen Slot und vier schussbereiten Angreifern ermöglichte einige Chancen, welche die DJK gegen stark verteidigende Butzbacher leider nicht nutzen konnten. Es war ein Spiel auf Augenhöhe und erst gegen Schluss des Drittels tankte sich Verteidiger Georg Hahnen hinter das Butzbacher Tor und konnte zielsicher auf Dennis Schiffer auflegen, welcher das 2:1 erzielte.

Die Führung hielt leider nicht lange im letzten Drittel und so rutschte ein abgefälschter Schuss in die kurze Ecke des Holzbüttgener Tores – 2:2. Erneut zeigte sich Georg Hahnen extrem zweikampfstark setzte sich in der Mitte durch und schlenzte den Ball in den Butzbacher Winkel. Damit hatte er seine Fehler im ersten Spiel mehr als gut gemacht. Nun war es ein Spiel gegen die Zeit bei noch 4 Minuten Spielzeit. Butzbach warf jetzt alles nach vorne und setzte durchgehend die stärksten Spieler rund um das Tor von Domenic Sauerbier ein, was zu vielen harten Zweikampfduellen führte. Zwei Minuten vor Ende setzte sich dann ein Butzbacher Angreifer im Slot durch und erzielte den Ausgleich. Hier zeigte sich, dass die DJK älteren Teams noch körperlich unterlegen ist, was sich aber wohl in den nächsten Jahren von selbst erledigen wird. Nach dem Ausgleich ging kein Team mehr ein Risiko ein und so einigte man sich auf ein Unentschieden nach regulärer Spielzeit. Immerhin hatte die DJK bis dahin einen Punkt gegen den Tabellenführer errungen.
Leider war dann nach Wiederanpfiff das müde kopflose Spiel des letzten Drittels gegen Südkamen bei der DJK zu sehen und so lief man kopflos nach vorne, verlor den Ball im Aufbau und Jörg Feldhausen sowie Domenic Sauerbier hatten gegen drei angreifende Butzbacher keine Chance, die den Sudden Death Treffer in der Verlängerung erzielten und damit den zweiten Punkt gutgeschrieben bekamen.
Die Enttäuschung in den Gesichtern der DJK Jungs war entsprechend groß, doch im Nachhinein kann man genau auf diese Leistung, insbesondere nach der herben ersten Niederlage, aufbauen und auch stolz darauf sein, einer wirklich guten Mannschaft erheblich Paroli geboten zu haben. Mit dieser Leistung kann man noch anderen etams in der Liga Probleme bereiten.
In Zukunft muss der offensive Aufbau verbessert werden, da dort die meisten anderen Teams besser sind. Dazu darf man nicht mehr konditionell dermaßen einbrechen.
Ein besonderer Dank gilt noch der Autobahnmeisterei am Kreuz Hilden, welche durch geschickte Baustellenlegung zu Ferienbeginn aus 3 Spuren A46 und 2 Spuren A 3 eine einzige Spur machte und damit die Rückfahrt um unterhaltsame zweieinhalb Stunden verlängerte. Doch auch so ist die DJK nicht klein zukriegen J.

 

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