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History of DJK Floorball

Unihockey oder Floorball wird in der DJK Holzbüttgen seit 1997 angeboten. Seit 2004 nehmen die Jugendmannschaften am Spielbetrieb des Nordrhein-Westfälischer Floorball Verband (NWFV) teil, welcher dem Deutschen Floorballbund (FD) angeschlossen ist. Seit Januar 2009 ist Floorball eine eigene Abteilung innerhalb der DJK Holzbüttgen. Edi Winkler wurde im Januar 2009 Abteilungsleiter. Stellvertreterin Rose-Marie Gilsbach und Kassenwart Andreas Hofferbert komplettierten die Abteilungsleitung. Im August 2010 entstand ein Umbruch in der Abteilung, Philip Jesse wurde Abteilungsleiter, Peter Hahnen sein Stellvertreter. 2012-2018 war Tobias Müller stellvertretender Abteilungsleiter, seit 2018 übernimmt Kristof Marzinkowski diese Aufgabe.

Insbesondere die Jugenarbeit wird bei der DJK Holzbüttgen groß geschrieben: Die Jüngsten spielen in der U7 Gruppe. In den letzten Jahren konnten sich immer wieder Jugendteams für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren. Auch stellt der Verein regelmäßig Jugendspieler in die NRW- und Deutschlandauswahl ab. Das Herrenteam spielte ab 2014 in der 2. Floorball Bundesliga, 2018 gelang der Aufstieg in die 1. Floorball Bundesliga. Die Damen spielen in der Regionalliga.

Seit 2012 spielen die Floorballerinnen und Floorballer auch in der Stadtparkhalle in Kaarst. Die örtlichen Gegebenheiten sowie der sportliche Erfolg haben zu einem beachtlichen Fanaufkommen bei den Heimspielen geführt.

Der Stellenwert der Sportart Floorball im Kaarster Stadtteil Holzbüttgen (und darüber hinaus) ist groß. Jedes Grundschulkind aus Holzbüttgen weiß, was Floorball ist.

Mitgliederentwicklung

  • Zahl der Mitglieder

Andreas Hofferbert berichtet von den Anfängen von Unihockey/Floorball in Kaarst

Da ich 1995 nach Kaarst-Holzbüttgen gezogen bin und ich aufgrund meines längst abgeschlossenen Studiums nicht ewig am Hochschulsport teilnehmen konnte, suchte ich Ende der 90-Jahre einen Sportverein, der sich vorstellen konnte, Floorball in sein Sportprogramm aufzunehmen. Immerhin sollten auch unsere Kinder die Möglichkeit bekommen, Floorball spielen zu können (böse Zungen behaupten „zu müssen“ – sorry Tom – sorry Nils 😉 ).

Bei der DJK Holzbüttgen wurde ich „fündig“. Insbesondere ist es den fünf DJKlern Fred Bröhling, Horst Müller, Theo Werner, Jochen Brune und Edi Winkler zu verdanken, dass Floorball in Holzbüttgen Fuß fassen konnte:

  • Fred Bröhling: Fred leitete eine Sportgruppe, in der abwechselnd die verschiedenen Sportarten Fußball, Volleyball oder Basketball gespielt wurden. Nach 1-3 Schnupperstunden Floorball hatte Fred den Mut, ab dann nur noch Floorball spielen zu lassen. Mit über 80 Jahren ist Fred auch heute noch m.W. der älteste Floorballspieler der DJK, wenn nicht in Deutschland
  • Horst Müller: Horst war von Beginn an vom Floorball fasziniert und öffnete Floorball und mir die Tür zur DJK. Er unterstützte überall wo Not am Mann war und gab seine Begeisterung auch an Kinder & Jugendliche weiter. Leider ist Horst viel zu früh gestorben und konnte unsere sportliche Entwicklung nicht mehr miterleben.
  • Theo Werner: als DJK-Vorstand unterstützte uns Herr Werner direkt. U.a. wurden Ende 1999 die ersten Floorballtore angeschafft.
  • Jochen Brune: auch er war direkt Feuer & Flamme für unseren Sport. Insbesondere die Kooperation mit dem Deutschen Unihockey Bund (DUB) bzgl. Fortbildung unserer Trainer und Sportlehrer war sehr erfolgreich
  • Edi Winkler: Edi trainierte ab dem Jahre 2000 unsere erste Schülermannschaft, die „Blue Tigers“. U.a. gehörten hierzu auch tragende Säulen unserer späteren 1. Herrenmannschaft wie z.B. Dennis Schiffer, Felix Gilsbach, Franco Fährmann, Tobias Müller, Domenic Saurbier und Ulf Rademacher. In 2002 organisierten Edi & ich einen Besuch der Jugendmannschaft des UHC-Weißenfels bei uns in Holzbüttgen.

Die Basis für eine Floorball-Zukunft in Holzbüttgen war gelegt. Seitdem ging es immer weiter. Zunächst die Gründung einer eigenen Floorball-Abteilung im DJK-Verein (Edi war der erste Abteilungsleiter). Danach folgte die sehr erfolgreiche Ära „Phil Jesse“ (die glücklicherweise immer noch andauert. Mit ihm wurde die Abteilungsarbeit neu organisiert. Viele engagierte ehrenamtliche Helfer teilen sich die Aufgaben (exemplarisch seien hier die von Beginn an unentwegt helfenden Rosi Gilsbach, Tobias Müller, Peter Hahnen genannt). Jedes Jahr werden die Arbeiten professioneller ausgeführt ohne den familiären Zusammenhalt aufzugeben. Im Ergebnis haben wir rund 200 Mitglieder, alle (Jugend-)Ligen besetzt, eine Erstligamannschaft, einen Förderverein, viele Sponsoren, eine feste Verankerung in Kaarst und und und,…

Wahrlich alle Beteiligten können auf diese Entwicklung richtig stolz sein und ich freue mich jeden Tag darüber, wie das Floorball-Fieber immer weiter um sich greift. Let´s go DJK, let´s go!

Es würde mich sehr freuen, wenn es weitere Weggefährten von damals geben würde, die meine teilweise nur noch nebulös vorhandenen Erinnerungen bzw. meinen sehr subjektiven Bericht mit eigenen Fakten und Histörchen ergänzen könnten. Es wäre super, wenn es uns so gelänge, unsere Historie für die kommenden DJK-Floorball-Generationen lückenlos darstellen zu können. Mein obiger Text sollte hierfür nur der Beginn sein.  

Kaarst, im Januar 2020

Andreas Hofferbert

Andreas Hofferbert berichtet von den Anfängen von Unihockey/Floorball in Düsseldorf

Floorball (damals noch Unihockey genannt) wurde schon seit Mitte der 1980er-Jahre regelmäßig im Hochschulsport der Heinrich-Heine Universität in Düsseldorf gespielt.

Carl-Ake Ahlquist (damaliger Geschäftsführer der Firma Unihoc) hatte die Vision, Floorball auch in Deutschland zu etablieren. Hierfür suchte er sich gezielt Universitäten aus, an denen Sportlehrer ausgebildet wurden, und stiftete Schläger, Tore und Bälle.

Hierdurch wurde Floorball auch fester Bestandteil des jährlichen Sport-Dies in Düsseldorf (und so wurde auch ich von dieser Sportart angefixt – was ich allerdings damals noch nicht wusste: „lebenslang“).

Zudem gab es über das Jahr verteilt eine Reihe von (festen) Studententurnieren, wie z.B. in Braunschweig, Bremen, Clausthal-Zellerfeld, Dortmund, Enschede (NL) und natürlich in Düsseldorf (die sog. Mai-Bowl mit bis zu 30 internationalen Teams). Gespielt wurde die Kleinfeldvariante (d.h. 4 Spieler, kleine Tore ohne Torhüter) in Mixed-Form, d.h. jede Mannschaft musste immer mindestens eine Spielerin auf dem Feld haben.

Bei diesen Turnieren standen allerdings die Feierlichkeiten deutlich im Vordergrund. Besonders erwähnenswert ist, dass Carl Ahlquist regelmäßig ein schwedisches Team („Team Galaxy“) durch Deutschland schickte, welches uns Deutschen zeigen sollte, wie man richtig Floorball spielt. Die beste Chance zumindest in die Nähe eines Unentschiedens zu kommen war, wenn man das Glück hatte, direkt am Sonntag-Morgen gegen das Team Galaxy antreten zu dürfen. Die Samstag-Nacht wurde in meiner Erinnerung vor allem vom schwedische Team intensiv genutzt um bestimmte – in Schweden nicht ganz so günstige – Getränke ausreichend zu konsumieren. Irgendeinen Anreiz brauchte auch ein schwedisches Team, um die Anreise für ein technisch indiskutables Turnier in Kauf zu nehmen.

Zudem sponsorte Carl Ahlquist auch deutsche Mannschaften, welche an dem großen Mixturnier in Göteborg (jeweils im November) teilnehmen wollten. Bei einem dieser Turniere (an das genaue Jahr kann ich mich leider nicht mehr erinnern) lud Carl die Vertreter der deutschen Teams zu einem Abendessen in sein Haus in der Nähe von Göteborg ein. Er besprach mit uns, wie man gemeinsam Floorball in Deutschland strukturiert aufbauen / etablieren könnte. Bei den Vertretern der Teams aus den neuen Bundesländern (z.B. Dr. Rolf Blanke) fiel dies glücklicherweise auf sehr fruchtbaren Boden, wohingegen wir aus den alten Bundesländern keine Chancen sahen, mit unseren Möglichkeiten die etablierten Sportarten vor allem im Jugendbereich „anzugreifen“. Aus meiner Sicht wurde an diesem Abend die Grundlage für die sehr positive Entwicklung unseres Sports in den neuen Ländern ebenso gelegt, wie auch deren spätere und sehr lange andauernde Dominanz.

Um das Gesamtbild der damaligen Situation aus meiner Sicht abzurunden, sei noch erwähnt, dass parallel auch in Hochdahl eine Art Floorball gespielt wurde. Kurz zusammengefasst: Handballfeld, Handballtore und richtig harter Körpereinsatz unter Männern …

Da an den o.g. Studententurnieren i.d.R. immer dieselben Teams / Universitäten teilnahmen, überlegte man sich in diesem Kreis, einen Verband zu gründen, den Deutschen Unihoc Bund. Hierfür benötigte man 7 Vereine.

Also gründeten wir auch in Düsseldorf zunächst selber einen Verein, den 1. Unihoc-Club Turbo Düsseldorf 1992 mit Sitz in Düsseldorf. Zu den ersten Vorstandsmitgliedern zählten:
Kai Etzkorn (1. Vorstand), Simone Fleuren (2. Vorstand), Andreas Hofferbert (Kassenwart) und Ricardo Diaz-Flores (Schriftführer).
Neben dem Vorstand gab es zu Beginn noch die folgenden weiteren Mitglieder:
Gabi Frei, Anke Paulus und Bernd Wilke.

Am 30.1.1992 gründeten folgende Vereine den Deutschen Unihoc Bund:
Bremen, Magdeburg (2), Berlin, Düsseldorf, Braunschweig und Dortmund.

Im Anschluss fanden die ersten deutschen Meisterschaften in der auch heute noch bekannten Kleinfeldvariante statt. Dabei holte sich 1993 das Team aus Braunschweig im Spiel gegen die Isarrecken aus München in Konstanz die erste Deutsche Meister Krone. Mein Team des 1. UHC Turbo Düsseldorf wurde Dritter, nachdem wir im Halbfinale leider im Penaltyschiessen unterlagen. Die DM 1994 fand danach in Leipzig statt.

Bei der ersten Großfeld-DM in Konstanz verloren wir leider 1995 im Finale mit 0:3 gegen Konstanz, nachdem wir die Münchner Isarrecken mit 2:0 im Halbfinale schlagen konnten. Mit dabei auf Seiten des Düsseldorfer Teams waren:
Akim und Nassim Bouchouchi, Kai Edler, Kai Etzkorn, Andreas Hofferbert, Jan Kleineidam, Lutz Noack und Erik Wollenweber.

Hier nun noch ein paar konkrete Daten, die sich aus alten Zeitungsartikeln / pers. Aufzeichnungen nachvollziehen lassen:
• „Mai-Bowls“ an der HHU-Düsseldorf:
o 1993 und 1994: 24 Teams (u.a. aus S, NL, CZ)
o 1995: 30 Teams (u.a. aus S, FIN, NOR, NL, CZ, SUI, AUT)
• Das Mixed-Team im Jahre 1995 bestand u.a. aus den folgenden Spielern & Spielerinnen:
Nassim Bouchouchi, Heike Deutz, Ricardo Diaz-Flores, Kai Etzkorn, Gabi Frei, Claudia Göbel, Andreas Hofferbert, Jan Kleineidam, Lutz Noack, Kirsten Schrüfer und Bernd Wilke.

• 1991 – 1994: Internationale Turniere in Enschede (NL): 1. UHC Turbo Düsseldorf konnte das Turnier 3 x gewinnen
• 1998: Qualifizierte Teams Herren-Kleinfeld DM in Hohenmölsen (Nähe von Leipzig): Halle, Berlin, Leipzig, Düsseldorf
Das Kleinfeld-Team des 1. UHC Düsseldorf bestand 1998 u.a. aus Nassim Bouchouchi, Andreas Hofferbert, Jan Kleineidam, Lutz Noack, Jan Svoboda:

Weitere Details zur Floorball-Geschichte (International und Deutschland) gibt es auch im Buch von Kratochvil & Nebe „floorball – Geschichte, Training, Taktik“ (Meyer & Meyer Verlag) nachzulesen.

Es würde mich sehr freuen, wenn es weitere Weggefährten von damals geben würde, die meine teilweise nur noch nebulös vorhandenen Erinnerungen bzw. meinen sehr subjektiven Bericht mit eigenen Fakten und Histörchen ergänzen könnten. Es wäre super, wenn es uns so gelänge, unsere Historie für die kommenden DJK-Floorball-Generationen lückenlos darstellen zu können. Mein obiger Text sollte hierfür nur der Beginn sein.

Kaarst, im Januar 2020
Andreas Hofferbert

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