Herren | 11. Regionalligaspieltag in Holzbüttgen | Wenn jedes Spiel ein Drittel weniger hätte…

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Diesen Sonntag am 23.01.2011 trug die DJK Holzbüttgen Ihren Regionalligaheimspieltag in der Zweifachturnhalle am Bruchweg aus. Viele Fans und Mitglieder füllten die Halle und am bestens organisierten Imbissstand konnten erstmals Fanschals der DJK Holzbüttgen erstanden werden. Trikotsponsor Grobi TV machte professionelle Videoaufnahmen und die Cheerleader der SG Kaarst zeigten eine tolle Halbzeitshow. Ein rundum gelungenes Event, für welches wir den freiwilligen Helfern, unseren Fans, Sponsoren und den Cheerleadern der SG Kaarst herzlich danken. Mit den Gästeteams aus Südkamen, Mainz/Erlensee und Berkerheim bekamen die Zuschauer hochklassige Floorballpartien geboten.

Die überaschenderweise schwach in die Saison gestarteten Berkersheimer schienen zu alter Stärke der Vorsaison gefunden zu haben und besiegten die eigentlich starken Südkamener deutlich mit 8:2 im ersten Spiel.

Im zweiten Spiel mussten sich unsere DJK Jungs dann gegen den Tabellenführer Mainz/Erlensee beweisen. Bis auf Verteidiger Tobi Steinfort konnte in der gleichen Aufstellung wie am letzten Samstag so erfolgreich in Refrath gespielt werden.

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Doch irgendwie schienen die vielen Fans die jungen Spieler der DJK eher zu verunsichern und unter Druck zu setzen. So kam man gegen clevere Mainzer im ersten Drittel nicht gut ins Spiel und verschlief die Anfangsphase komplett. Alte Fehler, welche vermeintlich schon ausgemerzt waren brachen wieder auf. Ein Schuss von der Bande in die kurze Ecke konnte Torhüter Sauerbier nicht halten und brachte Mainz 1:0 in Führung, ein schlecht geklärter Ball ins Zentrum lieferte die Kontermöglichkeit zum 2:0 und als ob das noch nicht genug war verschlief man eine Freischlagsituation an der Mittellinie und welche der hervorragende Mainzer Center mit einem Schlagschuss zur 3:0 Pausenführung verwandelte. Die Stimmung in der Kabine zur Drittelpause war entsprechend. Hier zeigte sich dann auch warum Mainz an der Tabellenspitze steht und sich solch eine Vorlage nicht nehmen lässt. Die letzten beiden Drittel verliefen völlig ausgeglichen mit vielen ansehnlichen Zweikampfsituation. Mainz/Erlensee stand tief und lauerte auf Konter mit der beruhigenden Führung, während die DJK versuchte den Anschluss zu finden. Zwei Tore von Schiffer und Sagafe beantworteten die Mainzer mit erfolgreichen Kontern und so endeten beide Drittel mit jeweils 1:1 zum 5:2 Endstand. Hervorzuheben ist noch, dass nach einem notwendigen Foul die Mainzer einen Penalty gegen Goali Saurbier vergaben und das Unterzahlspiel erfolgreich überstanden werden konnte. Letztendlich ist die junge Mannschaft der DJK einfach zu schwach in den Zweikämpfen auf allen Positionen gewesen. Die meisten Angriffe wurden kurz hinter der Mittelinie gestoppt und leiteten gefährliche Konter ein. Im ersten Drittel kamen kaum Schüsse auf das Tor der gut verteidigenden Mainzer und so steht dies Mannschaft zurecht an der Tabellenspitze.

Das direkt darauf folgende Spiel gegen Berkersheim sollte für die Holzbüttger Seele noch etwas bitterer werden. Obwohl man sicherer aufspielte konnte Berkersheim mit einer 2:0 Führung das erste Drittel gestalten, während die DJK ihre Chancen vergab.

In der Drittelpause änderte man das Konzept, indem Georg Hahnen leider Felix Gilsbach als Center des ersten Blocks ersetzen musste, da dieser für seinen Wehrdienst zurück in die Kaserne musste. Diesmal wurden nicht die Fehler des ersten Drittels angesprochen, sondern man nahm sich vor das zweite Drittel lockerer mit einem Lächeln anzugehen. Wer weiß was in den Köpfen der Spieler vorging, aber irgendwie wirkte es. Nach dem Anschlusstreffer von Hahnen kam der Kampfgeist zurück und der begeisternd aufspielende Dennis Schiffer drehte mit 2 weiteren Treffern das Spiel zur zweiten Drittelpause auf 3:2, während die Abwehr stabiler stand und ansonsten Saurbier sein bestes Drittel an diesem Tag zeigte. Sagafe musste vor der Pause auf die Strafbank, doch die DJK überstand das Unterzahlspiel.

Das letzte Drittel konnte gar nicht besser beginnen, als Maxi Sondermann, nachdem wieder alle fünf Spieler auf dem Platz waren zum 4:2 einnetzte. Zu diesem Zeitpunkt hatte Holzbüttgen alle Karten in der Hand. Doch anstatt jetzt das Spiel zu kontrollieren, brachte sich die DJK durch eine Strafe wegen Bodenspiels gegen Sagafe wieder unnötig in Bedrängnis. Das Penaltykilling gelang gut, doch als gerade wieder Sagafe von der Strafbank zurück auf Feld kam, viel das 4:3 durch einen verdeckten Schuss. Danach hatte die DJK sogar noch eine Chance in Überzahl, doch man agierte übervorsichtig und nervös und konnte den Vorteil nicht nutzen. Direkt zum Ende des Überzahlspiel, löste ein unnötiger Ballverlust einen Konter der Berkersheimer aus, welche diesem zum Ausgleich verwandelten. Ein Timeout brachte auch nicht die Wende, die DJK war von der Rolle und Torhüter Saurbier ließ sich anstecken und legte einen Abwurf direkt in die Kelle eines Gegenspielers, welche die Situation zur 5:4 Führung nutzen. Die DJK spielte ab diesem Zeitpunkt völlig kopflos, überaggressiv und unkontrolliert und bekam zurecht noch ein weiteres Gegentor zum 6:4 Endstand. Die DJK Jungs verließen mit hängenden Köpfen das Spielfeld. Der Gegner aus Berkersheim zeigte hier, wie man es besser macht. Trotz eines katastrophalen zweiten Drittels, kam keine negative Stimmung im Team der Hessen auf und man spielte konzentriert seinen Stiefel runter und wurde belohnt.

Als Fazit bleibt, das die DJK einfach auch ein sehr junges und unerfahrenes Team ist, man macht sich vom Kopf und der Stimmung häufig selbst das Spiel kaputt. Hier werden einfach die Jahre das nötige Fundament schaffen. Da man ligaintern wohl Tabellenführer wäre, wenn man nur das zweite Drittel spielt und Letzter statistisch im Schlussabschnitt scheint auch ein eklatantes Konditionsproblem vorzuliegen. Besonders gegen die älteren Teams aus Hessen konnten sich die meisten Spieler körperlich nicht durchsetzen. Teilweise fehlt hier vielleicht auch der Wille dahin zu gehen, wo es weh tut. Die Verteidigung vom Stürmer bis zum letzten Verteidiger harmonisierte an diesem Spieltag nicht, was die vielen Gegentreffer aus Kontern zeigen. Die Torgefahr beschränkt sich auf wenige Spieler und die Bälle wurden häufig gefährlich früh im Aufbau verloren. Positiv an diesem Spieltag fiel zumindest das Penaltykilling auf, welches nunmehr stabiler wirkt, dazu zeigte Schneiders eine gute kämpferische Leistung und Schiffer rief erneut seine Klasse ab. Also Mund abwischen und weitermachen!

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