Die Grün-Weißen mit ersten Auswärtspunkten

261
Archivfoto: Santana Raus

Nach Niederlage gegen Leipzig am Samstag folgte Sieg gegen Chemnitz (Bericht: Felix Gilsbach)

Der DJK standen am vergangenen Wochenende zwei schwere Auswärtsspiele bevor. Am Samstag ging es gegen MFBC Leipzig, dem torgefährlichsten Team der Liga stellen, und am Sonntag gegen die Floor Fighters aus Chemnitz, die bis dahin kein Heimspiel verloren haben.

Der Schwere der Aufgabe bewusst wollte man sich also dem Tabellenzweiten aus Leipzig am Samstag stellen und zeigen, dass man als Aufsteiger nicht zu unterschätzen ist. Doch besonders das erste Drittel zeigte, dass der MFBC nicht ohne Grund um die Tabellenspitze kämpft. Technisch stark spielende Leipziger machten das Spiel sehr schnell und setzten die DJK konsequent unter Druck. So kam es nach sechs Minuten Spielzeit zum ersten Gegentreffer und es sollte nicht der einzige dieses Drittels bleiben. Auf Grund des Pressings konnte die DJK kaum längere Ballbesitze verbuchen und hatte nur wenige Chancen vor das gegnerische Tor zu gelangen. Zwei 2-Minuten-Strafen gegen das Team aus Holzbüttgen kosteten ebenfalls viel Kraft und so musste man mit sieben Gegentoren nach dem ersten Drittel vom Feld gehen.

Werbung

Die Devise für die nächsten beiden Drittel war klar, weniger Ballverluste im Aufbau, dem Gegner nicht mehr so fahrlässige Torchancen bieten und sich selbst mehr Möglichkeiten erarbeiten. Defensiv wurde nach der Kabinenansprache besser gespielt und auch das nun funktionierende Aufbauspiel führte zu einigen Situationen vor dem gegnerischen Tor. So war es Benedikt Mix der Mitte des zweiten Drittels nach Vorlage von Nils Hofferbert den ersten Treffer für die DJK markierte. Auch Dennis Schiffer konnte Ende des letzten Drittels noch für die DJK einnetzen, doch mit letztendlich 16 Gegentreffern musste man sich deutlich geschlagen geben.

Gegen Chemnitz im 3. Drittel in Torlaune – Mark Jones (Archivfoto: Santana Raus)

Am zweiten Tag ging es nach Chemnitz zum Tabellennachbarn und die Ansage des Trainerteams war eindeutig: „Wir wollen die ersten Auswärtspunkte mit nach Hause nehmen!“.

Das Spiel begann anders als erhofft, zwei schnell herausgespielte Tore brachten die Heimmannschaft in Führung. Doch anders als Im Spiel gegen Leipzig war dieses eins auf Augenhöhe. Durch Druck auf die Verteidiger konnte man häufiger einen Ballgewinn verbuchen und sich in der gegnerischen Hälfte festsetzen. Den Anschlusstreffer machte Verteidiger Chris Stange ganz trocken von knapp hinter der Mittellinie und die DJK ließ an diesem Punkt nicht locker, kurz vor Schluss des ersten Drittels gelang der Mix-Hofferbert-Kombination der Ausgleichstreffer.

Auch im zweiten Drittel waren es wieder die Floor Fighters, die die Führung übernahmen. Mit klarem Ziel vor Augen und absolutem Willen zeigten die Holzbüttger ihre Stärke und übernahmen mehr und mehr das Spiel. Wieder war es das Duo Nils Hofferbert auf Benedikt Mix, welches erfolgreich vor dem Tor war. Nach starkem Pressing und Ballgewinn durch Ilari Suuronen konnte mit Pass auf Dennis Schiffer der nächste Treffer verbucht werden.

Mit einer Führung von 3:4 ging es in es in das letzte Drittel und das wichtigste war es den Floor Fighters keine Möglichkeit mehr zugeben das Spiel wieder umzudrehen. Gleich nach Anpfiff war es erneut Chris Stange, der den Torhüter aus Chemnitz überwand und den Druck auf die Heimmannschaft erhöhte.  Holzbüttgen stand hinten kompakt. So war Chemnitz gezwungen das Spiel tief in die Hälfte der DJK zu verlagern und war dadurch offen für Konter. Besonders der frisch eingewechselte Mark Jones nutze diese Situation aus und konnte im letzten Drittel gleich drei Treffer erzielen. Das Spiel wurde zum Ende hin hektischer und wesentlich körperbetonter, so kam es zu Zeitstrafen für beide Teams. Aber auch hier war es die DJK die cleverer agierte und sich die Überzahl mit gut aufgelegtem Dennis Schiffer belohnte. Nach 60 Minuten Spielzeit stand es verdient 4:9 und der DJK gelang der erste Auswärtssieg in der 1. Floorball Bundesliga.

Mit diesem Sieg steht man nach der Hinrunde als Vorletzter sowohl drei Punkte vor den Piranhhas aus Hamburg als auch drei Punkte hinter dem Fünften aus Schenefeld. Weiter geht es noch dieses Jahr am 22.12. in Hamburg beim ETV.