DJK entscheidet Finalauftakt im Penaltyschießen

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Großer Jubel bei der DJK nach Sieg gegen den UHC (Foto: Sven Wallner)

Das erste Spiel der Best-of-Three-Serie um die deutsche Meisterschaft wurde das wie erwartet spannende Floorballevent. Trotz tropischen Temperaturen zeigten die DJK und Gegner UHC Weißenfels den Zuschauern eine temporeiche und intensive Partie. Nachdem sich auch nach der Verlängerung kein Gewinner abzeichnen wollte, ging das Spiel ins Penaltyschießen mit dem besseren Ausgang für die Gastgeber.

Niklas Bröker (l.) und Tim Böttcher im engen Duell (Foto: S. Wallner)

Es wurde ein langer Nachmittag in der Elmar-Frings-Halle in Neuss. Dabei sah es nach den ersten zwanzig Minuten aus, als würde das Finale seinen üblichen Gang nehmen und Rekordmeister UHC Weißenfels das Spiel schon früh auf Sieg stellen. Nachdem die DJK schon zu Beginn des Spiels einen Penalty vergeben hat, waren es die Gäste, die mit eiskalten Spielzügen schnell 2:0 führten (Blanke (7.), Herlt (11.)). Der Anschlusstreffer von Eemeli Pelamo (15.) wurde noch im ersten Drittel erneut durch Sascha Herlt egalisiert (20.). Das zweite Drittel begann dann auch noch wenig verheißungsvoll. Max Blanke netzte direkt in der ersten Minute zum 1:4 ein. Bei jedem Tor konnte man die Qualität und Abschlussstärke des UHC sehen.

Erst jetzt drehten die Holzbüttger auf, setzten den Gegner immer mehr unter Druck. Ein schneller Doppelpack durch Nils Hofferbert (28.) und Torben Kleinhans (29.) brachte die DJK wieder ins Spiel. Nachdem Martin Gladigau nochmal für den UHC nachlegte (35.), setzte auch Jannik Heinen für die DJK nochmal ein Ausrufezeichen (38.).

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Jan Saurbier macht das Tor der DJK dicht (Foto: S. Wallner)

Mit 4:5 ging es in den dritten Spielabschnitt. Die knapp 280 Zuschauer sahen, wie die DJK zu immer mehr Chancen kam, der UHC aber weiter gefährlich blieb. Dass nicht noch mehr Tore gefallen sind, war auch den beiden hervorragenden Goalies Jan Saurbier auf Seiten der DJK und Martin Brückner vom UHC zu verdanken. Niklas Bröker sollte aber doch noch einmal der Durchbruch gelingen. Der DJK-Forward, der lange verletzt fehlte, netzte drei Minuten vor Schluss zum wichtigen 5:5-Ausgleich ein.

Weitere Treffer sollten in den verbleibenden Minuten sowie der Verlängerung nicht mehr fallen, auch wenn die DJK immer wieder zu hervorragenden Chancen kam. Ein Sieg zu diesem Zeitpunkt wäre für die DJK nicht unverdient gewesen. Aufgrund des Spielverlaufs fiel es Goalie Jan Saurbier nach dem Spiel auch schwer, das Match zusammenzufassen: „Jedes Drittel hat seinen ganz eigenen Charakter gehabt.“

Das nun folgende Penaltyschießen hatten dann nochmal seine eigene Dramatik. Auf jeder Seite durften fünf Spieler antreten. Nachdem Niklas Bröker und Nils Hofferbert für die DJK und Tim Böttcher für den UHC nicht treffen konnten, netzte Martin Gladigau zur Führung ein. Ein eiskalter Jannik Heinen hielt die DJK mit einem Zorro-Trick im Spiel. Dann machte sich Jan Saurbier bei Matthias Siedes Anlauf ganz lang. Alles wieder offen. Torben Kleinhans Fehlschuss folgte ein sicherer Treffer von Max Blanke. Für den UHC war der Sieg nun ganz nah.

Pelamo (l.) im Penaltyschießen treffsicher (Foto: S. Wallner)

Der Druck lag nun bei Eemeli Pelami. Den ließ sich der Finne überhaupt nicht anmerken und schweißte den Ball ins Tor. Als Sascha Herlt dann auch noch den letzten Versuch am Tor vorbeilegte, war die DJK wieder im Spiel. Nun ging es ins Sudden Death, 1:1, und Pelamo legte sich den Ball erneut bereit. Fast identisch zu seinem Treffer zuvor mit der gleichen Kaltschnäuzigkeit brachte er den Ball hinter die Linie. Die DJK lag und Jan Saurbier hielt dann den Sieg fest, indem er den finalen Schuss von Martin Gladigau blockte. Für einen Goalie ist ein Penaltyschießen immer eine ganz eigene Erfahrung: „Vor dem Penaltyschießen habe ich mich mit allen denkbaren Szenarien abgefunden. Das hat eine Menge Druck von mir genommen, aber auch die Emotionen gedimmt. Erst mit etwas Abstand ist die große Erleichterung spürbar,“ so der DJK-Goalie über die Situation.

Die Erleichterung fand sich dann in großem Jubel Bahn. Mannschaft und Zuschauer ließen ihrer Freude freien Lauf. Die DJK führt 1:0 in der Finalserie und hat am kommenden Wochenende die große Chance auf die erste deutsche Meisterschaft. Das zweite Spiel der Serie findet am Samstag um 16:00 Uhr in der Stadthalle in Weißenfels statt.

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