Auf dem Zahnfleisch durchs Wochenende

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Niklas Stammen (r.) mit Blick zum Mitspieler

Der Rückrundenstart der 1. Floorball-Bundesliga für die DJK Holzbüttgen verlief suboptimal. Mit einem stark dezimierten Kader konnte zwar noch durch einen Kraftakt der 3er im Auswärtsspiel in Wernigerode festgemacht werden. Im Heimspiel gegen Blau-Weiß 96 Schenefeld  musste dagegen eine bittere Niederlage hingenommen werden. (Bericht: Dennis Schiffer)

Eine Welle von Blessuren und Krankheiten überwältigt die Spieler der DJK Holzbüttgen in dieser Woche. Unter den Verletzten: Kleinhans, Hiltunen und Schiffer. Grippal infiziert: Jones, Dohle, Heinen, J. Bröker, Joest, Hofferbert, Spöhle und Physio Heydenreich.

Stark dezimiert musste die Mannschaft am Samstag nach Wernigerode fahren, um dort für drei Punke zu kämpfen. Wernigerode kam besser ins Spiel und ging mit zwei Toren in Front. Mutig und abschlussfreudig nahmen die roten Teufel jegliche Schusschancen wahr. Nach einer unsortierten Anfangsphase fand die DJK dann zu ihrem Spiel. Kontrollierter Aufbau und geduldiges Passspiel machten sich bezahlt, sodass die Grün-Weißen durch Tore von Spöhle und Stammen ausgleichen konnten. Das Spiel wurde taktischer und beide Teams legten einen geduldigen, bis abwartenden Stil an den Tag, sicherlich auch in dem Wissen, dass am nächsten Nachmittag ein weiteres Spiel mit anstehen sollte. Durch gute Breakouts und solide vorgetragene Angriffe konnte man schließlich nach Toren von Kylymies, Häfner und Bröker die Führung übernehmen und mit gut gesetzten Blöcken und viel Ballbesitz über die Zeit bringen. Das Ziel, die drei Punkte nach Hause zu bringen wurde erreicht.

Ungewollte Premiere: Aufgrund des Personalnotstands streifte sich Trainer Nico Ollilainen das Trikot der DJK über

Am Sonntag empfing man dann daheim die Schleswig-Holsteiner Blau-Weiß 96 Schenefeld. Das Team befindet sich mitten im Abstiegskampf und muss aktuell um jeden Punkt umso härter kämpfen. Diese Mentalität konnte der Gegner in der Stadtparkhalle über drei Drittel vortragen. Die DJK derweil weiter dezimiert musste auf ihre letzten Ressourcen zurückgreifen, nachdem nun auch Spöhle krank ausfiel und weitere Spieler geschwächt und angeschlagen den Platz betraten.

So kam es, dass sich Trainer Ollilainen das DJK-Trikot überstreifen und selbst auf dem Feld aktiv sein musste. 215 Zuschauer in der Stadtparkhalle Kaarst unterstützten die DJK enorm. Trotzdem kraftlos und unkonzentriert fingen sich die Grün-Weißen Tor und Tor und suchten vergebens den Zugriff auf das Spiel. Zwischenzeitlich stand es 0:5 aus Sicht der DJK. Trotz Toren von Neustadt, Lehwalder und Bröker ging das Spiel verloren und drei Punkte an diesem Sonntag verdient an Schenefeld.

Ging am Wochenende als Kapitän und emotionaler Leader voran: Conrad Lehwalder

Conrad Lehwalder stand am Wochenende als Kapitän der DJK auf dem Platz und analysierte insbesondere das Sonntagsspiel wie folgt: „Grundsätzlich konnten wir Sonntag nicht mehr an die Teamleistung von Samstag anknüpfen. Vor allem wenn man in Personalnot ist, muss man das Tempo des Spiels kontrollieren und von Anfang an als Team zusammenspielen. Das ist uns nicht gelungen.“

Jetzt heißt es gesund werden, Fehler aufarbeiten und sich mit neuen Kräften den kommenden Aufgaben zuwenden. Am Sonntag steht das Viertelfinale im Floorball-Deutschland Pokal an. Um 13 Uhr empfängt die DJK Ligakonkurrent ETV Hamburg in der Stadtparkhalle Kaarst.