DJK Holzbüttgen sendet Ausrufezeichen im Playoff-Rennen – 13:4-Kantersieg in Leipzig

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Die DJK hofft im Ligaendspurt zweimal auf eine volle Hütte (Foto: A. Klüppelberg)
Die DJK hofft im Ligaendspurt zweimal auf eine volle Hütte (Foto: A. Klüppelberg)

Die DJK Holzbüttgen hat im Saisonendspurt ein deutliches Zeichen gesetzt. Beim starken Aufsteiger SC DHfK Leipzig gewann das Team von Trainer Simo Leppänen mit 13:4 und sammelte drei enorm wichtige Punkte im Kampf um die Playoff-Plätze. Gegen den direkten Tabellennachbarn präsentierten sich die Rheinländer über weite Strecken dominant und effizient (Bericht: Michael Mülhöfer).

Nach der Länderspielpause – in der sich die DJK-Akteure Jan Saurbier, Leo Häfner und Nils Hofferbert mit der deutschen Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft im Dezember in Tampere (Finnland) qualifiziert hatten – gelang der Wiedereinstieg in den Ligaalltag eindrucksvoll.

Von Beginn an bestimmte Holzbüttgen das Geschehen. Bereits in der 2. Minute brachte Kapitän Nils Hofferbert die Gäste nach Vorlage von Moritz Neustadt in Führung. Nur drei Minuten später legte Hofferbert – diesmal nach Zuspiel von Leo Häfner – zum 0:2 nach. Leipzig fand kaum Zugriff auf das strukturierte Passspiel der DJK, die mit sicheren Ballstafetten und disziplinierter Organisation überzeugte. Die wenigen Abschlüsse der Gastgeber entschärfte Jan Saurbier gewohnt souverän. In der 20. Minute, kurz vor der Pausensirene konnte Moritz Neustadt (Vorlage Hofferbert) die Führung sogar noch auf 0:3 ausbauen.

Im zweiten Drittel meldete sich Leipzig zunächst zurück und verkürzte früh auf 1:3. Doch der Treffer beeindruckte die Gäste nicht. Holzbüttgen blieb ruhig, spielte weiter konzentriert und erhöhte durch Joona Heiskanen (Vorlage Jarno Pensikkala) in der 14. Minute auf 1:4. Kurz vor Drittelende stellte Konrad Paul nach Vorarbeit von Hofferbert auf 1:5. Zwar verkürzten die Hausherren noch mal auf 2:5, doch die DJK behielt klar die Kontrolle und konnte die Drei-Tore-Führung mit ins letzte Drittel nehmen.

Im Schlussabschnitt wurde es dann deutlich. Zunächst leitete Hofferbert in der 4. Minute mit einem blitzschnellen Einschlag einen Konter ein, den erneut Konrad Paul zum 2:6 verwerten konnte. Und schon kurz darauf demonstrierte Jarno Pensikkala, wie wertvoll ein gewonnener Bully sein kann: Nach seinem Anspiel auf Niko Latvakoski stand es nur vier Sekunden später schon 2:7.

Spätestens als Pensikkala in Unterzahl sogar einen Shorthander (Tor in Unterzahl) zum 2:8 erzielte, war die Partie entschieden. Holzbüttgen nutzte nun nahezu jede sich bietende Gelegenheit. Paul (Vorlage Hofferbert) und Neustadt (Vorlage Heiskanen) erhöhten innerhalb weniger Minuten auf 2:10.

In der Schlussphase wurde es dann noch einmal wild. Leipzig nahm trotz deutlichen Rückstands früh den Torhüter vom Feld, wodurch sich ein offener Schlagabtausch entwickelte. Fünf weitere Treffer fielen in den letzten Minuten, am Ende stand ein deutliches 13:4 für die DJK – ein Kantersieg, der in dieser Form nicht unbedingt zu erwarten gewesen war.

#8 Nils Hofferbert (C)
#8 Nils Hofferbert (C)

Überragender Mann des Abends war Kapitän Nils Hofferbert, der nicht nur an acht Toren direkt beteiligt war, sondern das Spiel maßgeblich lenkte. Für ihn ist der Erfolg Ausdruck einer konsequenten Entwicklung:

„Wir glauben weiterhin fest an unseren Weg und waren auch im Januar in vielen Spielen sehr nah dran. Die Ruhe im Umfeld und das Vertrauen in uns als Mannschaft haben dazu geführt, dass wir die Länderspielpause optimal nutzen konnten und jetzt wieder sehr geschlossen auftreten.“

Bezogen auf seine persönliche Leistung ergänzte er: „Für mich ist es ein tolles Gefühl, wieder gesund auf dem Platz zu stehen, nachdem ich im gesamten Januar gesundheitlich stark angeschlagen war. Es macht aktuell einfach richtig Spaß.“

Mit dem Sieg verschafft sich die DJK eine verbesserte Ausgangsposition im engen Playoff-Rennen und sammelt wertvolles Selbstvertrauen für die entscheidende Phase der Saison.

Am Wochenende: Doppelspieltag in Kaarst – Playoff-Modus bereits aktiviert

Am kommenden Wochenende wartet ein Heim-Doppelspieltag in der Stadtparkhalle Kaarst. Am Samstag (28. Februar, 18:30 Uhr) empfängt die DJK zum 18. Spieltag die Floor Fighters Chemnitz, ehe am Sonntag (1. März, 16:00 Uhr) die Unihockey Igels Dresden zu Gast sind. Einlass ist jeweils eine Stunde vor Spielbeginn.

Für Hofferbert haben die verbleibenden Partien bereits Endspielcharakter: „Mit Chemnitz und Dresden warten extrem starke und gefährliche Gegner auf uns. Wir wissen, dass es in die entscheidende Phase Richtung Playoffs geht. Deshalb gilt es für uns, jetzt schon in eine Art Playoff-Modus zu kommen, um die Qualifikation schnellstmöglich klarzumachen.“

Am Heimspiel-Wochenende bedankt sich die DJK zudem im Rahmen der „Floorball Schools Days“ bei Schulen und Bildungseinrichtungen aus der Region für die enge Zusammenarbeit bei der Verbreitung des Floorballsports und in der Nachwuchsförderung.

Nun liegt es an Mannschaft und Fans, gemeinsam den nächsten Schritt Richtung Playoffs zu gehen.