Die DJK Holzbüttgen ist erfolgreich in die Viertelfinalserie um die Deutsche Meisterschaft im Floorball gestartet. Im ersten Spiel der Best-of-Three-Serie setzte sich das Team von Trainer Simo Leppänen am Sonntagnachmittag in der heimischen Stadtparkhalle nach Verlängerung mit 3:2 gegen den favorisierten UHC Sparkasse Weißenfels durch und führt damit in der Serie mit 1:0. (Bericht: Michael Mülhöfer)
Wie bereits im Vorfeld erwartet, entwickelte sich von Beginn an ein intensives und ausgeglichenes Playoff-Spiel auf Augenhöhe. Der amtierende Serienmeister aus Weißenfels, der die reguläre Saison als Tabellenzweiter abgeschlossen hatte, erwischte dabei den besseren Start. Bereits in der ersten Minute nutzten die Gäste einen Fehler im Aufbauspiel der DJK eiskalt zur frühen Führung.
In der Folge übernahm Holzbüttgen jedoch zunehmend die Kontrolle. Mit aggressivem Pressing erzwangen die Gastgeber immer wieder Ballgewinne und erspielten sich gute Möglichkeiten. Die besten Chancen zum Ausgleich vergaben zunächst Conrad Lehwalder und Konrad Paul. Auch defensiv präsentierte sich die DJK stabil, sodass es mit dem knappen 0:1-Rückstand in die erste Drittelpause ging.
Im zweiten Abschnitt zeigte sich ein ähnliches Bild. Holzbüttgen blieb das aktivere Team und setzte den Gegner weiter früh unter Druck. Weißenfels zog sich phasenweise weit zurück und überließ der DJK den Spielaufbau. Geduld war gefragt – und sie zahlte sich aus: In der sechsten Minute fing Nils Hofferbert einen Ball in der eigenen Hälfte ab, setzte zu einem Sololauf an und verwandelte diesen souverän zum verdienten 1:1-Ausgleich. Trotz weiterer guter Gelegenheiten, unter anderem erneut durch Konrad Paul, blieb es bis zur zweiten Pause beim Unentschieden.
Auch im Schlussdrittel blieb die Partie hart umkämpft. Die DJK erspielte sich weiterhin ein leichtes Übergewicht, ließ jedoch auch einige Chancen liegen. In der zwölften Minute war es dann erneut Hofferbert, der nach einem Ballgewinn und einem sehenswerten Doppelpass mit Konrad Paul die Führung für Holzbüttgen erzielte.
Die Antwort des UHC ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Nach einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Hofferbert nutzten die Gäste ihre Überzahl bereits nach wenigen Sekunden zum 2:2-Ausgleich. In der Schlussphase gewann Weißenfels etwas an Oberwasser, doch DJK-Torhüter Jan Saurbier hielt sein Team mit mehreren starken Paraden im Spiel. Eine Auszeit von Trainer Leppänen stabilisierte die Gastgeber zusätzlich, sodass es in die Verlängerung ging.
Dort entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Zunächst vergab Joona Heiskanen eine große Möglichkeit zur Entscheidung, ehe auch Saurbier mit einer spektakulären Rettungstat auf der Linie das mögliche Gegentor verhinderte. In der achten Minute der Verlängerung fiel schließlich die Entscheidung: Nachdem zuvor jeweils ein Spieler jeder Mannschaft auf die Strafbank verbannt wurde, war die Frage, wer nutzt den sich bietenden Platz besser. Es war dann Nils Hofferbert der Jarno Pensikkala in zentraler Position bedienen konnte und der mit einem platzierten Abschluss zum umjubelten 3:2-Siegtreffer traf.
Mit dem Erfolg sichert sich die DJK nicht nur die Serienführung, sondern auch eine hervorragende Ausgangsposition für die kommenden Spiele in Weißenfels. Das zweite Spiel der Serie findet am Samstag, den 4. April, um 18 Uhr in der Westhalle statt. Sollte Weißenfels ausgleichen, käme es am Ostersonntag an gleicher Stelle zum entscheidenden dritten Spiel.

DJK-Spieler Leo Häfner zeigte sich nach der Partie entsprechend zufrieden: Genau solche engen und intensiven Begegnungen machen für ihn den Reiz der Playoffs aus. Mit Blick auf die Partien in Weißenfels sagte er: „Um in Weißenfels ebenfalls erfolgreich zu sein, müssen wir uns auf unser Spiel konzentrieren. Wir haben es heute gesehen, dass wir ein sehr sehr langes und enges Spiel spielen, da darf man sich keine Fehler erlauben und man muss von Anfang an da sein. Und das wird auch am Samstag wieder wichtig werden.“
Für die DJK war es jedenfalls ein Statement-Sieg. Wenn man davon ausgeht, dass der UHC ein Spitzen-Team ist – und wer tut das nicht – hat die DJK erneut bewiesen, wie schwer sie zu schlagen ist. Jetzt gilt es an diese Leistung anzuknüpfen und nochmal alles in die Waagschale zu werfen um hoffentlich als Halbfinalist zurückzukommen.












