Ein Wochenende mit zwei völlig unterschiedlichen Gesichtern liegt hinter der DJK Holzbüttgen. Am Samstag rang das Team in einem hochklassigen Bundesligaduell den Tabellenzweiten Floor Fighters Chemnitz nach Penaltyschießen mit 6:5 nieder, nur 24 Stunden später folgte gegen die Unihockey Igels Dresden eine deutliche 2:7-Niederlage. Unterm Strich stand dennoch ein großer Schritt: Die DJK hat die Qualifikation für die Playoffs endgültig klargemacht. (Bericht: Michael Mülhöfer)
Krimi gegen Chemnitz – Entscheidung im Penaltyschießen
Vor heimischer Kulisse entwickelte sich gegen den Tabellenzweiten von Beginn an ein intensives Spiel auf Augenhöhe. Im ersten Drittel tasteten sich beide Teams zunächst ab, Chemnitz hatte etwas mehr Ballbesitz, Holzbüttgen verteidigte diszipliniert. Die erste große Chance hatte Kapitän Nils Hofferbert, der nach einem Freischlag das Lattenkreuz traf.
In der 11. Minute war es dann so weit: Nach Ballgewinn von Konrad Paul leitete die DJK einen schnellen Konter ein, den Hofferbert zum 1:0 abschloss. Die Antwort der Gäste ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Nur 30 Sekunden später fiel der Ausgleich, kurz darauf nutzten die Floor Fighters ihre erste Überzahl zur 1:2-Führung. DJK-Coach Simo Leppänen reagierte sofort mit einer Auszeit, um neue Impulse zu setzen.
Das zweite Drittel begann ideal für die Gastgeber. In Überzahl traf erneut Hofferbert nach Vorlage von Leo Häfner zum 2:2. Keine zehn Sekunden später störte Jarno Pensikkala das Chemnitzer Aufbauspiel, fing einen Querpass ab und verwandelte eiskalt zum 3:2. Holzbüttgen spielte nun mit hoher Intensität und großem läuferischen Aufwand. Dennoch fiel in der 10. Minute der erneute Ausgleich. Niko Latvakoski nutzte in der 13. Minute einen Stockfehler der Gäste und brachte die DJK wieder in Führung – 4:3 nach zwei Dritteln.
Im 3. Drittel blieb das Spiel völlig offen. Chemnitz glich in der 10. Minute zum 4:4 aus, doch erneut schlug die DJK in Überzahl zurück: Pensikkala traf in der 12. Minute zur 5:4-Führung. Und wieder fanden die Gäste eine Antwort – es ging in die Overtime.
Dort fiel kein Treffer, sodass das Penaltyschießen entscheiden musste. Hier behielt Niko Latvakoski die Nerven und verwandelte den entscheidenden Versuch, während Jan Saurbier mit einem gehaltenen Penalty den Extrapunkt sicherte. Ein dramatischer 6:5-Erfolg, der im Kampf um die Playoffs enorm wertvoll war.
Kräfteverschleiß gegen Dresden – 2:7 am Sonntag
Nur einen Tag später warteten die Unihockey Igels Dresden. Die DJK startete zwar mit dem 1:0 durch Jarno Pensikkala(Vorlage Nils Hofferbert) vielversprechend, doch nur 30 Sekunden später fiel bereits der Ausgleich.
Im weiteren Verlauf machte sich der Kräfteverschleiß des Vortages bemerkbar. Die Passsicherheit ließ nach, Ballverluste im Aufbau luden Dresden immer wieder zum aggressiven Pressing ein. Im zweiten Drittel nutzten die Gäste diese Fehler konsequent aus und zogen auf 1:4 davon.
Auch im Schlussabschnitt fand die DJK nicht mehr zu ihrem Spiel. Fünf Strafzeiten erschwerten die Aufgabe zusätzlich. Zwar betrieb Niko Latvakoski nach Vorlage von Konrad Paul noch Ergebnis- kosmetik, doch am Ende stand eine deutliche 2:7-Niederlage.

Kapitän Nils Hofferbert fand klare Worte: „Das Spiel gegen Chemnitz war kräftezehrend, aber das darf keine Ausrede sein. Wir haben wichtige Spiele vor uns, auch mit zwei Partien an einem Wochenende. Da müssen wir weiter an der Physis arbeiten, um in beiden Spielen 100 Prozent geben zu können. Mit der Leistung aus dem Spiel gegen Dresden hätten wir gegen jeden Gegner verloren. Das war streckenweise Stand-Floorball – das war zu wenig. Aber wir wissen, woran wir arbeiten müssen.“
Trotz der Niederlage bleibt die positive Nachricht: Die DJK hat an diesem Doppelspieltag die Playoffs vorzeitig gesichert.
Blick nach vorne
Am 20. Spieltag hat Holzbüttgen zunächst spielfrei – eine willkommene Gelegenheit, um zu regenerieren und angeschlagene Spieler zu stabilisieren. Am 14. März 2026 (18:30 Uhr) geht es in der Stadtparkhalle gegen Blau-Weiß Schönefeld weiter. In den verbleibenden zwei Spielen der regulären Saison geht es nun darum, die bestmögliche Ausgangsposition für die Playoffs zu erarbeiten. Die Richtung ist klar: Die Leistung gegen Chemnitz zeigt, wozu dieses Team in der Lage ist. Entscheidend wird sein, dieses Niveau konstant über ein gesamtes Wochenende abzurufen.












