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DJK Holzbüttgen gewinnt torreiches Duell gegen Schenefeld – Pflichtsieg mit Warnhinweis vor den Playoffs

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Mit 7 Torbeteiligungen erneut überragend: Kapitän Nils Hofferbert (Foto: R. Thönnißen)
Mit 7 Torbeteiligungen erneut überragend: Kapitän Nils Hofferbert (Foto: R. Thönnißen)

Die DJK Holzbüttgen hat am vorletzten Spieltag der regulären Saison einen wichtigen Heimsieg eingefahren. Gegen Blau-Weiß 96 Schenefeld setzte sich das Team vor 343 Zuschauern in der Stadtparkhalle mit 9:7 durch. Ein Spiel mit zwei völlig unterschiedlichen Gesichtern: Während das erste Drittel zu einem regelrechten Torfestival wurde, war die Partie danach geprägt von Fehlern, Strafzeiten und vielen Unterbrechungen. (Bericht: Michael Mülhöfer)

Die Gäste aus dem Norden erwischten zunächst den besseren Start und gingen durch zwei schnelle Konter mit 0:2 in Führung. Doch die DJK zeigte eine eindrucksvolle Reaktion: Innerhalb von nur drei (!) Sekunden gelang Leo Häfner in der 6. Minute ein Doppelpack – beide Treffer nach Vorlage von Kapitän Nils Hofferbert. Ein weiterer Beleg dafür, wie schnell Floorballspiele kippen können und wie wichtig ein gewonnener Bully ist.

In der 10. Minute brachte Hofferbert die Gastgeber erstmals selbst in Führung. Nach einem Abpraller bezwang er den ehemaligen Holzbüttger Torhüter Jonah Koop mit einem spektakulären Nachschuss aus der Luft. Kurz darauf sorgte eine Vier-gegen-Vier-Situation nach beidseitigen Strafzeiten für zusätzliche Hektik auf dem Feld. Den dadurch entstehenden Raum nutzte Joona Heiskanen in der 13. Minute eiskalt und traf per Bauerntrick zum 4:2. Zwar verkürzten die Gäste noch einmal auf 4:3, doch die Schlussphase des ersten Drittels gehörte klar der DJK. Konrad Paul (Vorlage Hofferbert) stellte in der 18. Minute auf 5:3, ehe Hofferbert selbst sowie Jarno Pensikkala (Vorlage Maximilian Schrick) in der letzten Minute des Drittels auf 7:3 erhöhten.

Nach dem torreichen Auftakt verlor das Spiel zunehmend an Struktur. Viele Strafzeiten auf beiden Seiten sorgten für einen zerfahrenen Spielfluss. Trotz zahlreicher Überzahlgelegenheiten fielen im restlichen Spiel nur noch sechs Treffer. Sowohl das zweite als auch das dritte Drittel gingen jeweils mit 2:1 an die Gäste. Für die DJK trafen Nils Hofferbert nach einem sehenswerten Abwurf von Goalie Jan Saurbier sowie Maximilian Schrick, erneut nach Vorlage des Kapitäns.

Am Ende stand ein 9:7-Heimsieg, der trotz der zwischenzeitlichen Aufholjagd der Schenefelder nie ernsthaft in Gefahr geriet. Holzbüttgen konnte über die gesamte Spielzeit mindestens eine Zwei-Tore-Führung behaupten und hatte phasenweise den Eindruck vermittelt, noch Reserven zu besitzen.

Dennoch offenbarte die Partie auch deutliche Baustellen. Zu viele Fehler im Aufbau, unnötige Ballverluste und zahlreiche Strafzeiten dürften im Hinblick auf die anstehenden Playoffs Anlass zur Analyse geben. Gegen Topteams der Liga werden solche Nachlässigkeiten deutlich schwerer zu kompensieren sein.

Showdown am letzten Spieltag – Playoff-Gegner noch offen

Bevor die Playoffs beginnen, steht für die DJK noch ein entscheidendes Auswärtsspiel an. Am kommenden Samstag gastiert Holzbüttgen beim ETV Hamburg. Mit einem Sieg könnte die DJK Platz sechs sichern, bei einer Niederlage droht im Fernduell mit dem SC DHfK Leipzig noch ein Abrutschen auf Platz sieben.

#36 Leo Häfner (Foto: R. Thönnißen)
#36 Leo Häfner (Foto: R. Thönnißen)

Auch die möglichen Playoff-Konstellationen versprechen Spannung. Aktuell wäre Rekord-meister UHC Weißenfels der Gegner im Viertelfinale. Doch auch Duelle mit Chemnitz oder den SSF Dragons Bonn sind noch möglich – ein NRW-Duell würde für besondere Brisanz und volle Hallen sorgen.

Große Präferenzen hat DJK-Angreifer Leo Häfner allerdings nicht: „Ich nehme jeden Gegner, den wir kriegen können. Mir ist das ziemlich egal. Ich weiß nicht, ob andere da Präferenzen haben – ich nehme den, der kommt, und dann geht’s los.“

Für die DJK gilt daher zunächst: Fokus auf Hamburg – und anschließend bereit sein für die entscheidende Phase der Saison.