
Die reguläre Saison ist beendet – jetzt beginnt die wichtigste Phase des Floorball-Jahres. Für die DJK Holzbüttgen startet am kommenden Sonntag das Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft. Gegner in der Best-of-Three-Serie ist kein Geringerer als der Rekordmeister und amtierende Titelträger UHC Sparkasse Weißenfels. (Bericht: Michael Mülhöfer)
Zum Abschluss der Hauptrunde musste die DJK beim ETV Piranhhas Hamburg eine knappe 6:7-Niederlage hinnehmen. In einer ausgeglichenen Partie gelang es den Rheinländern zwar mehrfach, Rückstände auszugleichen, eine eigene Führung wollte jedoch nicht gelingen. Durch den gleichzeitigen Punktgewinn des SC DHfK Leipzig rutschte Holzbüttgen in der Abschlusstabelle noch auf Platz sieben ab und verpasste damit ein mögliches NRW-Viertelfinale gegen die Bonner Dragons.
Nun wartet mit Weißenfels eine der größten Herausforderungen im deutschen Floorball. Der Serienmeister aus Sachsen-Anhalt gilt seit Jahren als Maßstab der Liga – doch die bisherigen Duelle in dieser Saison zeigen, dass die DJK keineswegs chancenlos ist.
Zum Saisonauftakt gelang Holzbüttgen ein echtes Ausrufezeichen: Vor heimischer Kulisse besiegte das Team den Titelverteidiger mit 9:6. Auch im Rückspiel in Weißenfels war die DJK lange auf Augenhöhe, musste sich erst sechs Sekunden vor Schluss mit 4:5 geschlagen geben. Im Achtelfinale des FD-Pokals hielten die Rheinländer ebenfalls lange mit, verloren am Ende knapp mit 6:8.
Die Voraussetzungen für eine spannende Viertelfinalserie sind also gegeben. Die DJK stellt mit der drittbesten Offensive der Liga eines der gefährlichsten Angriffsteams, während auch Weißenfels traditionell für torreiche Spiele steht. In der Scorerliste spiegelt sich diese Offensivstärke der beiden Teams wider: UHC-Angreifer Tuukka Hytönen ist mit 33 Treffern bester Torschütze der Liga, dicht gefolgt von DJK-Torjäger Jarno Pensikkala. Auch Kapitän Nils Hofferbert gehört mit seinen Vorlagen zu den effektivsten Offensivspielern der Bundesliga.

Zum bisherigen Saisonverlauf zieht Trainer Simo Leppänen bereits jetzt ein insgesamt positives Fazit: „Ich würde die reguläre Saison mit einer 7,5 von 10 bewerten. Vieles war gut, aber wir können uns noch in vielen Dingen verbessern.“ Dabei scheint der Head-Coach vor allem auf die Konstanz anzuspielen: „Für ein junges Team mit einem neuen System ist es normal, dass die Leistungen schwanken. Wenn unsere Defensive funktioniert, wird es für Gegner extrem schwer Tore gegen uns zu erzielen. Tut sie das nicht, wirkt sich das auf unser gesamtes Spiel aus.“ Den Fokus legt der Finne dennoch klar auf die eigene Mannschaft: „Wenn man Meister werden will, muss man jeden schlagen können. Wenn wir unser System konsequent umsetzen und individuell stark auftreten, können wir jeden Gegner der Liga schlagen. Genau darauf wollen wir in den Playoffs hinarbeiten.“
Das erste Viertelfinalspiel findet am Sonntag, 29. März, um 15 Uhr in der Stadtparkhalle Kaarst statt. Eine Woche später folgt das Rückspiel in Weißenfels, ein mögliches Entscheidungsspiel würde am Ostersonntag ebenfalls in Sachsen-Anhalt stattfinden.
Für die DJK wird es entscheidend sein, sich im Heimspiel eine möglichst gute Ausgangsposition zu erarbeiten. Dabei setzt der Verein einmal mehr auf die Unterstützung seiner Fans, die in dieser Saison bereits mehrfach für eine besondere Atmosphäre gesorgt haben.
Die Bühne ist bereitet für ein packendes Playoff-Duell – Underdog gegen Rekordmeister.











