Was für ein Wochenende. Was für eine Mannschaft. Und was für ein historischer Erfolg für die DJK Holzbüttgen!!!
Nach zwei Deutschen Vizemeisterschaften in den vergangenen Jahren haben sich die U15-Juniorinnen der DJK Holzbüttgen nun endlich die Krone aufgesetzt und in Berlin die Deutsche Meisterschaft gewonnen. Mit einer beeindruckenden Mischung aus Teamgeist, taktischer Disziplin, spielerischer Qualität und mentaler Stärke schrieb die Mannschaft vom 15. bis 17.05.2026 Vereinsgeschichte. Noch nie zuvor konnte eine Jugendmannschaft der DJK Holzbüttgen einen Deutschen Meistertitel gewinnen. (Bericht: Mike Krekeler)
Bereits die Anreise am Freitag stand ganz im Zeichen einer optimalen Vorbereitung auf das große Ziel. Das von den Teammanagerinnen ausgewählte Hotel in Berlin-Weißensee erwies sich dabei als perfekter Standort für das gesamte Wochenende. Moderne Appartements, ein ausgiebiges Frühstück und die fußläufige Nähe zur Sporthalle sorgten dafür, dass sich die Mannschaft rundum wohlfühlen und von Beginn an auf die Spiele konzentrieren konnte.
Samstag: Eine Mannschaft findet ihren Flow
Am Samstagmorgen begann für die DJK das Abenteuer Deutsche Meisterschaft mit dem Vorrundenspiel gegen die SSF Dragons Bonn. Wie erwartet präsentierten sich die Bonnerinnen extrem kampfstark und hielten die Partie in der ersten Halbzeit völlig offen. Die DJK wirkte zunächst noch etwas nervös und brauchte Zeit, um ins Turnier zu finden. Erst nach der Pause platzte der Knoten endgültig. Mit zunehmender Sicherheit im Spielaufbau und deutlich mehr Konsequenz vor dem Tor setzte sich Holzbüttgen am Ende verdient mit 4:1 durch.
Die Treffer erzielten Lea Kaltwasser (2), Felicia Hahnen und Sofia Garmaschew.
Aus den Erfahrungen des ersten Spiels zog das Trainer-Team Pia Saurbier und Luis Mehler sofort die richtigen Schlüsse. Für die zweite Partie gegen die hoch gehandelte Spielgemeinschaft Geiselbullach/München wurden die Blöcke angepasst. Ein kluger Schachzug war dabei der neu formierte „Powerblock“ mit den erfahrenen Spielerinnen Lea Kaltwasser, Mathilda Reinecke und Romina Krekeler, die bereits mehrere DM-Endrunden und Finalspiele bestritten hatten.
Die Partie entwickelte sich schnell zu einem echten Härtetest. Die Spielgemeinschaft agierte äußerst robust und teilweise überhart, was sogar kurzfristige Verletzungen und erneute Umstellungen innerhalb der DJK-Blöcke notwendig machte. Doch genau diese Situationen schienen die Holzbüttgerinnen zusätzlich anzustacheln. Mit beeindruckender Mentalität, hoher Effizienz und großem Kampfgeist gewann die DJK am Ende hochverdient mit 9:6.
Die Tore erzielten Lea Kaltwasser (2), Mathilda Reinecke (2), Romina Krekeler (2) Charlotte von Rüden (2) und Christina Hahnen.
Mit diesem Sieg war der Halbfinaleinzug bereits rechnerisch gesichert. Doch plötzlich war innerhalb der Mannschaft noch etwas anderes spürbar: das Wissen, dass man bei dieser Deutschen Meisterschaft wirklich jeden Gegner schlagen konnte, auch „künstliche“ Spielgemeinschaften, die aus dem „Best-of“ mehrerer Vereine zusammengestellt sind. Genau dieser Moment wurde zum Impulsgeber für den weiteren Turnierverlauf. Von nun an wirkten die Spielerinnen befreit, mutig und voller Selbstvertrauen.
Das bekam im letzten Gruppenspiel Floorball Pinguine Jena deutlich zu spüren. Bereits zur Halbzeit führte die DJK mit 7:0. Die Mannschaft kombinierte nun nahezu spielerisch und nutzte die Partie, um weiter Sicherheit und Selbstbewusstsein zu tanken. Am Ende stand ein souveräner 12:0-Erfolg.
Die Tore erzielten Charlotte von Rüden (3), Romina Krekeler (3), Felicia Hahnen (3), Mathilda Reinecke (2) und Jacky Käther.
Damit zog die DJK Holzbüttgen als ungeschlagener Gruppensieger ins Halbfinale ein.
Der verdiente Abschluss des Tages war ein gemeinsames Abendessen in einem wunderschönen Restaurant am Weißen See. Besonders bemerkenswert war dabei die Professionalität und Disziplin der Mannschaft. Gemeinsam mit dem Trainer-Team machten sich die Spielerinnen direkt nach dem Essen und noch vor den Eltern auf den Rückweg ins fußläufig entfernte Hotel, um optimal regenerieren zu können. Allen war bewusst, dass am Sonntag die schwersten Aufgaben warteten.
Sonntag: Halbfinale gegen die ganze Halle
Im Halbfinale wartete mit den Eisbären Juniors Berlin der Gastgeber – und damit auch eine nahezu komplett gegen die DJK stehende Halle. Die Berlinerinnen gingen bereits in der zweiten Minute mit 1:0 in Führung und wurden lautstark von den Zuschauern unterstützt. Doch die Antwort der DJK ließ nicht lange auf sich warten. Bereits in der fünften Minute glich Lea Kaltwasser zum 1:1 aus. Der wohl entscheidende Moment der Partie folgte wenig später in der 10. Minute: Innerhalb von nur zehn Sekunden erzielten die starke Charlotte von Rüden und Romina Krekeler einen Doppelschlag zum 3:1.
Plötzlich wirkte Berlin beeindruckt von der unglaublichen Effektivität der DJK. Holzbüttgen spielte die Führung nun äußerst clever herunter, verteidigte hervorragend organisiert und ließ nur wenige Chancen zu. Wenn doch einmal ein Ball durchkam, war auf die überragende Goalie Hanna Haas Verlass, die über das ganze Turnier die gegnerischen Offensivkräfte mit ihren unglaublichen Paraden zur Verzweiflung brachte und eine ungemein wichtige Ruhe auf ihre Mitspielerinnen ausstrahlte.
Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit erhöhte Christina Hahnen aus spitzem Winkel sehenswert auf 4:1. Damit war der Widerstand der Gastgeberinnen endgültig gebrochen. Die DJK verteidigte routiniert bis zur Schlusssirene und zog hochverdient ins Finale ein.
Das Finale: Defensive gewinnt Titel
Im Endspiel wartete mit dem SC DHfK Leipzig der große Favorit des Turniers. Die Leipzigerinnen hatten die gesamte Saison ungeschlagen bestritten und verfügten über die gefährlichste Offensive der Deutschen Meisterschaft. Auf der anderen Seite stand jedoch die beste Defensive des Turniers – die DJK Holzbüttgen.
Und genau in diesem Finale bestätigte sich einmal mehr die alte Sportweisheit: Spiele gewinnt man mit der Offensive, Titel mit der Defensive.
Nach einer kurzen Abtastphase sorgte Romina Krekeler in der fünften Minute für die Führung. Mit einem unerwarteten Schuss in die kurze Ecke düpierte sie ihre Gegenspielerin und auch die Leipziger Torhüterin.
Leipzig versuchte danach wie gewohnt sein Kombinationsspiel aufzuziehen, scheiterte jedoch immer wieder an der hervorragend organisierten Defensive der DJK. Erst in der 14. Minute gelang dem Favoriten nach einem missglückten Wechsel der Holzbüttgerinnen der 1:1-Ausgleich.
Doch direkt danach bekam Leipzig eine Zwei-Minuten-Strafe. Die DJK nutzte die Überzahl eiskalt aus. Geduldig wurde der Ball laufen gelassen, bis sich die entscheidende Lücke öffnete. Nach einem klugen Positionswechsel von Romina Krekeler, sah Lea Kaltwasser mit ihrer ganzen Erfahrung den sich öffnenden Raum und konnte so kurz vor Ablauf der Strafzeit äußerst platziert den Schuss in den Winkel zur 2:1 Führung setzen.
Leipzig erhöhte nun den Druck, doch die DJK verteidigte weiterhin leidenschaftlich und diszipliniert. Kurz vor der Pause gelang Leipzig nach einem Konter dennoch der 2:2-Ausgleich.
Auch der frühe 2:3-Rückstand zu Beginn der zweiten Halbzeit brachte Holzbüttgen nicht aus dem Konzept. Die Mannschaft blieb ruhig, kombinierte weiter sicher im Aufbau und minimierte Ballverluste konsequent.
Dann folgte zwischen der 11. und 14. Minute der Moment, der dieses Finale unvergesslich machte. Zunächst erkämpfte Lea Kaltwasser einen bereits verlorenen Ball in der Ecke zurück und spielte blitzschnell auf die im Slot freistehende Romina Krekeler, die reaktionsschnell zum 3:3-Ausgleich einschoss.
Wenig später rutschte einer Leipziger Spielerin nach einem Konter beim Abschlussversuch der Ball aus der Kelle. Die mitlaufende Romina Krekeler reagierte sofort, startete ihrerseits einen Gegenangriff über das halbe Feld und vollendete diesen mit einem perfekten Schuss ins obere Eck zum 4:3.
Kurz nach dem Bully fing die DJK erneut einen Leipziger Angriff ab. Die Defensiv-Spezialistin Mathilda Reinecke zeigte dabei ihre enorme Übersicht und spielte einmal mehr einen traumhaft präzisen Pass hinter die Leipziger Abwehr auf die startende Lea Kaltwasser. Diese ließ zunächst den herausstürzenden Goalie bewusst ins Leere springen und schoss anschließend mit all ihrer Routine überlegt zum 5:3 in den Winkel.
Dieses Tor wirkte wie ein endgültiger Wirkungstreffer für Leipzig.
Die letzten sieben Minuten spielte die DJK Holzbüttgen dann im Stile einer absoluten Spitzenmannschaft die Zeit herunter. Selbst die Herausnahme der Leipziger Torhüterin brachte keine wirkliche Gefahr mehr. Die Defensive arbeitete kompromisslos und sehr clever, jeder Zweikampf wurde angenommen sowie jeder Ballgewinn gefeiert. Wie der Leipziger Trainer später treffend und sehr fair sagte: „Fast schon abgezockt!“
Als die letzten Sekunden von den zahlreichen DJK-Fans gemeinsam mit den anderen West-Teams heruntergezählt wurden und die Schlusssirene ertönte, kannte der Jubel keine Grenzen mehr:
Deutscher Meister der U15-Juniorinnen – DJK Holzbüttgen!
Ein Titel für die Vereinsgeschichte
Dieser Triumph ist nicht nur der größte Erfolg einer DJK-Jugendmannschaft, sondern auch der verdiente Lohn für jahrelange hervorragende Nachwuchsarbeit im Mädchenbereich.
Besonders bemerkenswert war dabei die Art und Weise, wie die Mannschaft diesen Titel gewonnen hat. Trotz zahlreicher hochbegabter Einzelspielerinnen stand jederzeit der Erfolg des Teams über persönlichen Statistiken oder individuellen Auszeichnungen. Genau dieser Zusammenhalt machte die DJK Holzbüttgen zur besten U15 Juniorinnen-Mannschaft Deutschlands.
Dennoch hervorzuheben und stellvertretend für die großartige Teamleistung steht die verdiente Wahl von Hanna Haas zur besten Torhüterin der Deutschen Meisterschaft.
Nach zwei Vizemeisterschaften in den beiden letzten Jahren und nun dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft hat die DJK Holzbüttgen eindrucksvoll bewiesen, dass das vor Jahren gestartete Nachwuchsprojekt im Mädchenbereich zu den erfolgreichsten Deutschlands gehört. Es wird auch dem leistungsorientierten Projekt im Damen-Bereich einen enorm wichtigen Schub geben.
Ein großer Dank gilt dem Trainer-Team Pia Saurbier und Luis Mehler für die hervorragende sportliche Arbeit und Betreuung der Mannschaft. Ebenso bedanken wir uns bei den Teammanagerinnen Susanne Hahnen und Sarah Haas für die perfekte Organisation des gesamten Wochenendes. Ein herzliches Dankeschön geht außerdem an alle Eltern, Unterstützerinnen und Unterstützer sowie Fans, die die Mannschaft in Berlin begleitet und großartig unterstützt haben.
Nicht zu vergessen der „Gründungsvater“ des DJK-Mädchenbereichs, Peter Hahnen, der den meisten der heute spielenden Mädchen über Jahre als Trainer die Grundlagen des Floorballs vermittelt und das Fundament für den heutigen Erfolg gesetzt hat.
Herzlichen Glückwunsch, liebe U15-Juniorinnen!
Der gesamte Verein ist unglaublich stolz auf euch!
Euer Erfolg wird ewig in Erinnerung bleiben!
Link zur Floorball Deutschland Fotogalerie: U15 DM 2026 SC DHfK Leipzig – DJK Holzbüttgen | Flickr
Video Nationalhymne Finale:
Siegerehrung Deutscher Meister U15 Juniorinnen 2026:












