Letzter heißt nicht immer letzter

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Am 20 und 21.6 fand die U13 DM in Döbeln statt. Die DJK war froh sich, mit einem verdienten zweiten Platz in der NRW-Liga, für die Teilnahme qualifizieren zu können. (von Benedikt Mix) 

Das junge und DM-unerfahrene Team wollte trotz der Außenseiterrolle gute Spiele abliefern und sich auch auf nationaler Ebene bekannt machen. Mit Chemnitz und Kaufering fand man zwei hochkaräter in eigener Gruppe wieder. Weniger bekannt war der dritte Gegner der DJK, die SG Kölln-Reisiek. Gegen dieses Team erhoffte man sich Punkte.

Ob es an der langen Autofahrt oder an der Nervosität lag, ist bis dato noch ungewiss, doch die DJK brachte nicht das aufs Parkett, was man diese Saison über bestaunen konnte. Schläfrigkeit und so genannte „Unforced Errors“ prägten das Spiel der DJK. Kölln-Reisiek wusste dies zu nutzen und ging mit einer 2:0 Führung in die Pause. Nach dem Seitenwechsel wurden unsere Jungs und Mädels aus Holzbüttgen besser und kreierten Torchancen.

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Zu diesem Zeitpunkt war die DJK das bessere Team. Kölln-Reisiekkonnte sich nur noch durch Fouls behelfen, die auf dem Spielbericht mit 3 2-Minuten-Strafen ausgedrückt wurden.

Alle drei Powerplays wurden genutzt, doch Kölln-Reisiek konterte immer wieder schamlos, so dass die DJK sich am Ende mit 6:3 geschlagen geben musste.

Einen großen Anteil an dem Sieg der SG trug Torhüter Levin Besendahl, der die Stürmer und vor allem die Trainer der DJK zur Weißglut trieb.

Im zweiten Spiel sah man sich dem späteren Deutschen Meister Chemnitz gegenüber. Schon nach 29 Sekunden brachte Linus Joest Holzbüttgen in Führung. Das brachte dem Team um Kapitän Max Groß Motivation. 6 Minuten lang könnte die Führung gehalten werden, doch von da an war in der ersten Hälfte nichts mehr zu holen. Chemnitz schoss bis zu Pause 5 Tore und nahm der DJK die Hoffnung.

Nach der Pause spielte die DJK besser, endlich wurden dienReihen in der Defensive gehalten und man ließ Chemnitz nicht mehr so viel Raum. Allerdings schaffte die DJK in der zweiten Hälfte nicht mehr die große Aufholjagd. Die zweite Halbzeit ging mit 5:7 verloren.

Im dritten Spiel des ersten Tages war den Jungs von Trainer Benedikt Mix und Aushilfscoach Nils Hofferbert die Erschöpfung und Müdigkeit dann deutlich anzusehen. Wieder wurde die erste Hälfte klar verloren. Die Jungs aus Kaufering zeigten eine hervorragende Technik und wirbelten quasi vor das Tor der DJK. Mit einem 7:1 ging man in die Pause. Im zweiten Spielabschnitt zeigte sich dann ein ausgeglicheneres Spiel, 3:3 endete diese Hälfte.

Infolgedessen spielte man am Sonntag um Platz 7 gegen den Gastgeber aus Döbeln.

„Sie sind schwer einzuschätzen“, meinte Nils Hofferbert am Sonntag vor dem Spiel und wollte seinem Team so klar machen, dass man hier mit vollem Einsatz und Höchster Konzentration agieren sollte.

Vielleicht waren es diese Worte oder der Gedanke, dass es das letzte DM Spiel für mindestens eine Saison ist, diese Platzierungsspiel wurde das mit Abstand beste Spiel der Holzbüttger.

Von vorne herein sah man hier ein ausgeglichenes Spiel, beidenTeams spielten voll auf Sieg. So stand es nach 1:35 schon 3:2 für Döbeln. Holzbüttgen drängte, doch der UHC wusste eiskalt zu kontern. Nach viereinhalb Minuten stand es 4:2, doch Niklas Stammen glich durch zwei Treffer zum 4:4 aus. Niklas Baier konnte 8 Minuten vor Schluss aber die Führung für Döbeln erzwingen, Pausenstand 5:4.

Die zweite Hälfte zeigte ein ähnliches Bild, auf zwei Tore auf der einen folgten zwei Tore auf der anderen Seite. 12:49, Linus Joest gleicht auf super Vorarbeit von Philip de Broux aus. Die Halle bebte. In Minute 14 traf Döbeln doppelt und nahm somit der DJK den Siegeswillen. Könnte man meinen. 40 Sekunden vor Schluss könnte Philip de Beoux zum 9:8 einnetzen.

Die Auszeit der DJK war schon verbraucht. Die Coaches an der Bande waren wohl aufgeregter als die Spieler auf dem Platz. Döbeln gewann den Bully, doch Niklas Stammen schnappte sich den Ball in aussichtsreicher Schussposition. Die Halle hielt die Luft an. Schuss aufs Tor, doch der Torhüter des UHC entschärft den Ball. Döbeln siegt und sichert sich nach einem klasse Spiel den 7. Platz.

Eine super Erfahrung für die jungen Spieler der DJK. Letzter der DM heißt immernoch 8. Bestes Team in Deutschland. Linus Joest konnte sich mit 10 Jahren (!) zudem noch die Best-Player Ehrung der DM abholen.

Seine Meinung zur DM : „Wir wollen es nächste Saison nochmal zu DM schaffen und uns mit den besten Teams messen.“

 

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