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Sechs Punkte im Gepäck: DJK macht perfektes Wochenende im Osten klar – Erstes Heimspiel am Sonntag

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Kapitäne unter sich: Nils Hofferbert und Hannes Langenstraß (Foto: Floor Fighters Chemnitz)
Kapitäne unter sich: Nils Hofferbert und Hannes Langenstraß (Foto: Floor Fighters Chemnitz)

Zwei Spiele, zwei knappe Siege: Die DJK Holzbüttgen gewinnt bei den Floor Fighters Chemnitz mit 7:6 und legt einen Tag später ein 5:4 bei den Unihockey Igels Dresden nach. Nach drei Auswärtsspielen zum Saisonstart stehen damit bereits sieben Punkte auf dem Konto. (Bericht: Michael Mülhöfer)

Es war ein Wochenende ganz nach dem Geschmack der DJK Holzbüttgen. Rund 24 Stunden, zwei schwere Auswärtsspiele und am Ende sechs Punkte mehr auf dem Konto: Mit einem 7:6-Erfolg bei den Floor Fighters Chemnitz und dem 5:4 am Sonntag bei den Unihockey Igels Dresden haben die Rheinländer ihren gelungenen Start in die neue Bundesliga-Saison eindrucksvoll fortgesetzt.

Dabei waren es keineswegs zwei bequeme Auswärtssiege. Sowohl in Chemnitz als auch in Dresden musste die Mannschaft von Trainer Simo Leppänen bis zur Schlusssirene um die Punkte kämpfen. Umso zufriedener dürfte man bei der DJK sein, dass diesmal beide engen Partien auf die eigene Seite kippten.

Pensikkala führt die DJK zum ersten Dreier

Den Auftakt machte am Samstag das Gastspiel vor 180 Zuschauern in der Chemnitzer Schlossteichhalle. Die Floor Fighters hatten die vergangene Hauptrunde auf Platz eins beendet und waren ebenso wie Holzbüttgen mit einer knappen Niederlage nach Verlängerung in die neue Saison gestartet.

Die DJK erwischte wie schon eine Woche zuvor beim Meister in Weißenfels den besseren Start. Keine Minute war gespielt, als Konrad Paul nach Vorlage von Kapitän Nils Hofferbert zum 1:0 traf. Chemnitz antwortete zwar umgehend, doch Holzbüttgen blieb gefährlich.

Für das 2:1 sorgte dabei eine sehenswerte Kombination über das komplette Spielfeld. Torhüter Jan Saurbier brachte Luis Mehler mit einem präzisen Auswurf in Position, der blitzschnell reagierte und per Rückhand vollendete. Nur zwei Minuten später erhöhte Joona Heiskanen nach Vorarbeit von Jarno Pensikkala sogar auf 3:1.

Eine unnötige Zeitstrafe brachte Chemnitz anschließend zurück ins Spiel. Die Gastgeber nutzten ihr Überzahlspiel zum 2:3. Kurz vor der Pause musste zudem Hofferbert nach einem harten Körpereinsatz von Hannes Langenstraß mit Nasenbluten das Feld verlassen.

Die daraus resultierende Überzahl nahm Holzbüttgen mit ins zweite Drittel – und nutzte sie prompt. Moritz Neustadt stellte nach Vorlage von Pensikkala auf 4:2. Auch Hofferbert konnte wenig später zurückkehren. Da sein Trikot allerdings blutverschmiert war, musste der Kapitän fortan mit der für ihn ungewohnten Nummer 99 weiterspielen.

Chemnitz erhöhte nun merklich den Druck und glich mit einem Doppelschlag innerhalb einer Minute zum 4:4 aus. Die Partie drohte zu kippen. Doch mitten in die stärkste Phase der Gastgeber setzte Holzbüttgen den nächsten Nadelstich: Maximilian Schrick traf nach der bereits dritten Vorlage Pensikkalas zum 5:4.

DJK behält in der Schlussphase die Nerven

Im Schlussdrittel zeigte Holzbüttgen dann eine andere Qualität. Statt sich auf einen offenen Schlagabtausch einzulassen, agierte die DJK kontrolliert, stand defensiv kompakt und vermied unnötige Ballverluste.

Pensikkala hatte bis dahin dreimal aufgelegt – und übernahm nun selbst das Toreschießen. Nach Zuspiel von Mehler erzielte der Finne das 6:4 und krönte damit seine starke Vorstellung. Am Ende wurde er folgerichtig zum Holzbüttger Spieler des Spiels gewählt.

Chemnitz verkürzte mit einem wuchtigen Abschluss noch einmal, doch die DJK ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. In der 57. Minute folgte schließlich eine der entscheidenden Szenen: Hofferbert setzte mit seiner Nummer 99 zu einem Sololauf an und bediente Neustadt, der zum 7:5 vollendete.

Die Floor Fighters gingen anschließend volles Risiko, nahmen ihren Torhüter vom Feld und warfen alles nach vorne. Zwei Minuten vor Schluss gelang tatsächlich noch das 6:7. Mehr ließ die Holzbüttger Defensive aber nicht zu. Der erste Dreier der neuen Saison war perfekt.

Auch Dresden findet keinen Weg vorbei

Viel Zeit zum Feiern blieb nicht. Bereits am Sonntag warteten die Unihockey Igels Dresden, die ihrerseits am Vortag mit einem 4:3 nach Verlängerung gegen die SSF Dragons Bonn Selbstvertrauen getankt hatten.

Dass beiden Mannschaften bereits ein Spiel in den Beinen steckte, war zunächst durchaus zu erkennen. Die Partie begann kontrolliert und mit wenig Risiko. Erste gute Möglichkeiten erspielte sich Holzbüttgen in Überzahl – der Führungstreffer fiel dann ausgerechnet in eigener Unterzahl.

Hofferbert fing in der elften Minute einen Ball ab, machte sich auf den Weg Richtung Dresdner Tor und überwand den gut aufgelegten ehemaligen tschechischen Nationaltorhüter Martin Beneš zum 1:0.

In der Folge übernahm die DJK zunehmend die Kontrolle. Zwar scheiterten die Gäste mehrfach an Beneš, defensiv ließ Holzbüttgen jedoch ebenfalls wenig zu. So ging es mit der knappen Führung in die erste Pause.

Dresden erwischte den besseren Start in den Mittelabschnitt und glich früh aus. Holzbüttgen blieb davon jedoch unbeeindruckt. Die Gäste bauten ihr Spiel weiterhin geduldig auf und erhöhten immer dann das Tempo, wenn sich die Gelegenheit bot.

Das zahlte sich aus. Pensikkala stellte nach mustergültiger Vorarbeit von Heiskanen auf 2:1, ehe Niko Latvakoski einen schnell ausgeführten Freischlag Pensikkalas zum 3:1 verwertete.

Nach einem unglücklichen Eigentor war Dresden wieder dran. Doch erneut hatte die DJK die passende Antwort parat: Hofferbert traf nach Vorlage von Neustadt, anschließend erhöhte Latvakoski nach einer sehenswerten Vorarbeit von Pensikkala mit seinem zweiten Treffer auf 5:2.

Abwehrschlacht bringt das Sechs-Punkte-Wochenende

Mit drei Toren Vorsprung ging es in den letzten Abschnitt – und nun machten sich die Reisestrapazen und das Spiel vom Vortag bei den Holzbüttgern zunehmend bemerkbar. Die DJK konzentrierte sich auf eine kompakte Defensive und suchte ihre Möglichkeiten vor allem über Konter.

Chancen gab es durchaus, doch immer wieder war beim starken Beneš Endstation. Auf der anderen Seite warfen sich die Holzbüttger in zahlreiche Dresdner Abschlüsse, während sich auch Saurbier mehrfach auszeichnen konnte.

Ganz ohne Zittern ging es dennoch nicht. Mit zwei Treffern innerhalb weniger Minuten verkürzten die Igels auf 4:5. Plötzlich war eine Partie, die beim Stand von 5:2 bereits auf dem Weg zu einer Vorentscheidung schien, wieder völlig offen.

Doch diesmal hielt die DJK dem Druck stand. Dresden fand keinen Weg mehr durch die Holzbüttger Defensive, und mit der Schlusssirene war das perfekte Wochenende amtlich: sechs Punkte aus zwei Auswärtsspielen.

#8 Nils Hofferbert (Foto: DJK)
#8 Nils Hofferbert (Foto: DJK)

„In der letzten Saison sind die knappen Spiele oft auf die Seite der Gegner gekippt. Dieses Wochenende konnten wir beide Spiele ziehen und haben damit einen wirklich guten Saisonstart erwischt“, sagte Kapitän Hofferbert anschließend. Zugleich warnte er davor, sich auf dem gelungenen Auftakt auszuruhen: „Den hatten wir aber auch in der vergangenen Saison. Dieses Jahr wollen und müssen wir konstanter sein und den nächsten Schritt können wir schon am Sonntag gegen den ETV gehen. Dafür brauchen wir die volle Unterstützung in der Stadtparkhalle.“

Nach drei ausschließlich auswärts ausgetragenen Partien kann sich die Bilanz sehen lassen. Auf den Punktgewinn beim amtierenden Deutschen Meister UHC Sparkasse Weißenfels folgten nun zwei Siege in Chemnitz und Dresden. Sieben Punkte aus drei Spielen bringen die Mannschaft von Simo Leppänen punktgleich mit Bonn und den beiden Leipziger Clubs in die Spitzengruppe der noch jungen Bundesliga-Tabelle.

Endlich wieder Stadtparkhalle

Am kommenden Sonntag, 27. September, darf die DJK schließlich erstmals in dieser Saison vor heimischem Publikum ran. Um 16 Uhr sind die ETV Piranhhas Hamburg in der Stadtparkhalle Kaarst zu Gast. Dabei gibt es noch einen weiteren Grund für einen Besuch in der Halle: In den Drittelpausen werden die U15- und U17-Juniorinnen der DJK für den Gewinn der Deutschen Meisterschaft geehrt. Die beiden Teams sorgten damit für den bislang größten Nachwuchserfolg in der Geschichte der Floorballabteilung der DJK.

Pensikkala stürmt an der Holzbüttger Bank vorbei (Foto: Floor Fighters Chemnitz)
Pensikkala stürmt an der Holzbüttger Bank vorbei (Foto: Floor Fighters Chemnitz)