Befreiungsschlag daheim – DJK holt ersten Dreier gegen Schenefeld

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Es war einer der ganz speziellen Sonntage dieses goldenen Herbstes 2014. Nicht nur für die Kaarster Bürger, die trotz des verführerischen Sonnenscheins zahlreich in die Stadtparkhalle zu den Holzbüttger Floorballern fanden, sondern vor allem für letztere selbst, welche sich in der 2. Bundesliga rehabilitieren konnten.

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Einen alternativlosen Pflichtsieg konnte man angesichts der vorangegangenen Resultate und der Analyse des Gegners vor dem 3. Spieltag nicht von der Agenda ablesen. Man wusste, wen man sich ins Haus holen würde: Der Sportverein Blau-Weiß 96 Schenefeld, der in seinem ersten Zweitligajahr einen respektablen 5. Rang erklimmen konnte, steht für nachhaltige Jugendförderung, eine komplexe sportliche Infrastruktur und einen technisch anspruchsvollen Spielstil. Demnach war man vorbereitet auf ein gut ausgebildetes, mittlerweile etabliertes Zweitligateam mit starkem Teamspirit. Die Herausforderung war folglich groß.

Dass die Grün-weißen mittlerweile über eine sportliche und mentale Reife verfügen, wurde in den ersten Minuten belegt. Mit drei Reihen ging man in das Spiel und zeigte direkt, dass man sich von den beiden Auftaktniederlagen längst erholt hatte: Unmittelbar nach dem Bully ging man bis hinter das gegnerische Tor auf den Mann und übte extremen Druck aus. Mit Erfolg. Denn schon nach wenigen Minuten verlor Schenefeld die Ordnung bei einem Gegenkonter, den Georg Hahnen nach einem sehenswerten Dribbling mit dem Führungstreffer veredelte. Dass die von Trainier Daniel Joest ausgegebene Überrumpelungstaktik der Anfangsphase aufgegangen war, belastete das Gastteam sichtlich. Denn selbst die 2-Minuten-Strafe gegen DJK-Kapitän Dennis Schiffer brachte den Blau-Weißen spielerisch mehr Fluch als Seegen und letztlich nach gut 2 Mnuten das Gegentor durch den Strafbankinsassen.

Die DJK gewann jetzt zunehmend an Sicherheit und kreierte Chance um Chance, beflügelt von der neuen Situation der Führung und des nicht-vorhandenen Drucks und Zugzwangs. So kam es, dass noch vor der Pause Björn Marschollek nach Vorlage von Peter Hahnen demonstrierte, wie ein Konter mustergültig ausgespielt werden sollte. Pausenstand 3:0!

Im zweiten Drittel konnte die gleiche Linie verfolgt werden wie im ersten Spielabschnitt. Zwar musste die DJK kurz nach Anpfiff einen Gegentreffer hinnehmen, jedoch änderte dies nichts an den Kräfteverhältnissen, die an diesem Sonntag zu Gunsten der Holzbüttger ungleich verteilt schienen. Schnell wurde die 3-Tore-Führung durch einen Schlenzschuss von Benedikt Mix erneut hergestellt. Kurz vor Ende konnte Schenefeld zwar noch einmal punkten, dennoch war sich die DJK ihrer Teamstärke und ihres Siegeswillen sicher, weshalb man selbstbewusst und zufrieden in die Pause ging.

Dass das aber noch nicht alles sein sollte, stand ebenso fest. Deshalb drehten die Holzbüttger Floorballer in Drittel 3 noch einmal richtig auf boten den vielen Fans ein facettenreiches Floorballfest mit hohem Laufengagement. Es dauerte gut 4 Minuten bis sich Marschollek und Hahnen erneut gesucht und gefunden hatten. Nun gab die DJK das Ruder nicht mehr aus der Hand: Nachdem Schenefeld immer wieder versuchte gegen die eiserne DJK-Abwehr anzuschießen blieben die Grün-weißen konzentriert und setzten mit schnellen Kontern kontinuierlich Nadelstiche. Wiedereinmal mit Erfolg, als Mark Jones per Querpass Morten Winter chirurgisch präzise bediente und der ebenso hochklassig einnetzte. Den Schlusspunkt setzte Felix Gilsbach mit einem für ihn typischen Fernschuss und brachte den gegnerischen Goalie abschließend in tiefen Trübsinn.

Die ersten drei Punkte bleiben endlich in Holzbüttgen und die Zuversicht für die kommenden Ligaspiele ist groß. Gerade weil nicht Einzelleistungen, sondern geschlossene Teamarbeit die Grundlage des Erfolgs bildeten.

Kommendes Wochenende muss der Ligaalltag für den Pokalwahnsinn herhalten, am 25.10. empfängt die DJK Holzbüttgen dann aber wieder daheim die Floorballer aus Butzbach und setzt wieder auf die fabelhafte Unterstützung der Fans. Die nächsten drei Punkte sollen her! [D.S.]

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