FD-Pokal | Herren wollen sich unsterblich machen

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Am Wochenende steht den Floorballern der DJK Holzbüttgen das Wochenende ihres Lebens bevor. In Dessau wollen sie als Mannschaft Geschichte schreiben. Dort findet nämlich da Final4 statt für das sich die Grün-Weißen aus Kaarst qualifiziert haben.

Neben der regulären Saison, bei der es um Punktgewinne und Tabellenränge geht, gibt es im Floorball, ähnlich wie in anderen Sportarten, zusätzlich einen nationalen, ligaübergreifenden Pokalwettbewerb. In diesem werden die Halbfinalspiele und das Finale immer separat innerhalb eines Final4-Turniers in Form eines Großevents an neutralem Ort ausgetragen. Dieses Jahr hat der Floorball Verband Deutschland den Bewerbern aus Dessau den Zuschlag gegeben und stellt somit die Anhalt-Arena als Spielstätte, in der normalerweise Handball-Zweitligist Dessau-Rosslau seine Heimspiele austrägt und in der 3200 Zuschauer Platz finden.

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Um bei diesem Event als sportlicher Teilnehmer dabei zu sein, müssen Teams aus ganz Deutschland Runde für Runde in K.O.-Spielen besiegt werden. Die besten 4 Mannschaften fahren folglich zum Final4, weshalb der Stellenwert dieser Teilnahme von unbeschreiblichem Ausmaße ist. Für viele Sportler zählt die Qualifikation zum Final4 mehr als eine Meisterschaft oder ein Aufstieg. Eine umso größere Ehre für die Holzbüttger ist, dass sie als Zweitligist, neben dem Erst-, Zweit und Drittplatzierten der 1.FBL, unter den 4 Halbfinalisten stehen. Denn noch nie hat es ein Zweitligist in das Finale dieses Wettbewerbs geschafft.

694 - DJK vs Leibzig
Große Freund nach der Final4-Qualifikation – Nun soll der Finaleinzug gelingen [Foto: Maximilian Schützeichel]
Das will die DJK am Wochenende ändern. Trotz der Tatsache, dass die Konkurrenz nie größer war in einem Spiel als im kommenden, ist man sich der Chancen einer Underdog-Rolle bewusst, wie Teammanager Kristof Marzinkowski erläutert:

„Für Berlin ist das Weiterkommen sozusagen eine Pflicht, für uns ist dagegen die Teilnahme schon ein Geschenk. Wir haben also nichts zu verlieren, doch genau dann waren und sind wir am stärksten. Wir haben eine hohe Qualität im Kader, aber absolut keinen Druck. Deshalb spüre ich, dass das für Berlin durchaus ein bitterer Abend werden kann.”

Fahren nicht zum Kuchenessen nach Dessau: Joest, Zeller und Marzinkowski haben heiße Eisen im Taktik-Schmiedeofen
Fahren nicht zum Kuchenessen nach Dessau: Das Betreuerteam hat heiße Eisen im Taktik-Schmiedeofen [Foto: Maximilian Schützeichel]
Die DJK scheint also in der Lage, das Unmögliche möglich zu machen und sich den Traum einer Finalteilnahme erfüllen zu können. Damit würden die Floorballer sich ein Denkmal innerhalb ihrer Sportart setzen und gleichzeitig den schon jetzt größten Erfolg ihrer Vereinsgeschichte übertreffen.

Doch nicht nur das Team der Holzbüttger ist stark, auch die Fanunterstützung ist aller Achtung wert. Für die Fahrt nach Dessau hat die DJK Holzbüttgen zwei Fanbusse gechartert und reist mit ca.80 grün-weißen Zuschauern an. Auch das dürfte in der Szene einmalig sein.

Mit den elektrisierten Fans im Rücken kann für die DJK nichts schief gehen [Foto: Max Schützeichel]
Mit den elektrisierten Fans im Rücken kann für die DJK nichts schief gehen [Foto: Max Schützeichel]
Für diejenigen, denen der Weg nach Dessau zu weit ist, gibt es aber einige Wege, sich über das Treiben der DJKler auf dem Laufenden zu halten:

Zum einen bieten die „Unihockeytown Holzbüttgen”-Kanäle, auf nahezu allen Ebenen der gängigsten sozialen Netzwerke, stets die aktuellen Informationen. Zum anderen überträgt Playo.tv alle Spiele des Wettbewerbs live per Internetstream auf ihrer Website. Natürlich kann man sich auch selbstständig auf der Homepage des Veranstalters einen Überblick verschaffen.

Letztlich gibt es für Sportbegeisterte, Interessierte und Vertreter der Medien am Mittwoch ab 18:30 Uhr in der Stadtparkhalle Kaarst die Möglichkeit, Fragen an Spieler und Betreuer zu stellen oder sich einen Überblick über den aktuellen Stand der Dinge zu verschaffen.

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