Weitere drei Punkte nach Schlagabtausch in Kaufering

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Mark Jones (h.) mit Abschluss gegen Kaufering (Archivfoto: Andreas Klüppelberg)

Floorballer aus Holzbüttgen setzen Siegesserie fort (Bericht: Conrad Lehwalder)

Mit vier Siegen aus vier Spielen in der Reisetasche war die DJK Holzbüttgen am vergangenen Samstag der Favorit des Floorball-Bundesliga Heimspielauftaktes des Gastgebers aus dem Süden Deutschlands. Die Red Hocks aus Kaufering sind zunächst mit drei Niederlagen in die Saison gestartet, konnten allerdings aufgrund knapper Ergebnisse gegen den Tabellenführer Leipzig sowie Rekordmeister UHC Weißenfels mit breiter Brust in das Spiel gehen.

Bereits vorab betonte DJK Kapitän Janos Bröker, dass Kaufering berühmt für ihren mannschaftlichen Kampfgeist bis zur letzten Minute sei. Dabei betonte er noch einmal, dass sich die Red Hocks nicht verstecken werden, da sie zuvor Spiele gegen besonders starke Teams oftmals sehr eng gestalten konnten.

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So sollte sich auch das Spiel gegen die DJK aus Holzbüttgen gestalten. Obwohl die DJK das klar bestimmende Team war, konnten die Gastgeber immer wieder gefährliche Konter über ihre offensiven Flügelstürmer laufen. Gegen Ende des ersten Drittels fanden die Gäste immer größere Lücken in der Defensive der Red Hocks, so dass es kurz vor der ersten Drittelpause im Tor der Red Hocks klingelte. DJK Jugendspieler Niklas Stammen, der an seine bisherigen Leistungen anknüpfen konnte, stellte die Führung der Adler aus Holzbüttgen her.

Im Mittelabschnitt des Spiels gewann das Spiel an Fahrt, weil die DJK nun vermehrt durch Konter den Torwart der Kauferinger vor eine große Aufgabe stellte. Schon früh konnte die DJK die Führung auf 2:5 ausbauen und durch den ständigen Druck der Gäste schien das Spiel schon früh entschieden zu sein. Doch nun zeigte sich der Kampfgeist der Red Hocks, vor dem Janos Bröker sein Team gewarnt hatte.

Die ungeschlagene DJK Holzbüttgen schaffte es an diesem Tag nicht, eine 3-Tore Führung zu halten. Dabei schien die Defensive der Gäste längst nicht mehr so sicher wie im Spiel zuvor gegen die Berlin Rockets. So entwickelte sich ein torreicher Schlagabtausch.

Zum Nachteil der DJK verletzte sich Nationalspieler und wichtiger Führungsspieler Niklas Bröker am Sprunggelenk, wodurch Trainer Jesse Backman die Reihen umstellen musste und bis kurz vor Schluss auf drei Verteidiger setzte. Dabei schien der VFL Kaufering – motiviert durch die Heimspielkulisse – deutlich energiereicher auf dem Feld. Die Heimfans konnten mit der Leistung ihrer Mannschaft zufrieden sein.

Die letzten Minuten der Begegnung schienen einem Thriller zu ähneln, denn die Gäste führten mit 9:10 bis kurz vor Ende, so dass sie den Torhüter vom Feld nahmen und nochmal alles in Richtung des DJK Torhüters Dominik Saurbier warfen, was möglich war. Die Versuche waren jedoch vergeblich und mit der Schlusssirene sah man die Erleichterung in den Gesichtern der Adler aus Holzbüttgen. Sie konnten auch im fünften Spiel der Saison gewinnen und stehen weiterhin punktgleich mit Leipzig und Weißenfels.

Bei der Besprechung nach dem Spiel kam das Team zum Schluss, dass sie sich in den kommenden spielen vermehrt auf die Defensivarbeit konzentrieren wollen. Im Kampf um die Playoffs-Teilnahme sei es enorm wichtig, dass man in knappen Spielen auf die Defensive vertrauen kann, um den Gegner auch offensiv unter Druck setzen zu könne. Dass die DJK über einen hervorragenden Angriff verfügt, ist mit 50 Toren in fünf Spielen deutlich. Doch dafür brauche es eine defensive Sicherheit, die man im vorigen Heimspiel gegen die Berlin Rockets beobachten konnte.

Im nächsten Spiel wird sich zeigen, ob sich das Team von Jesse Backman genug an der Sicherung einer Führung gearbeitet hat. Am 24.10 heißt es für die DJK Taschen packen, wenn sie um 15:00 vom Aufsteiger in Schenefeld erwartet werden.

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