WM-Fahrer kehren mit Platz 6 aus der Schweiz zurück

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Janos Bröker jubelt über das entscheidende Tor gegen Norwegen (Foto: IFF – International Floorball Federation; Markus Aeschimann)

Die Floorball-Weltmeisterschaft in der Schweiz ist beendet. Mit Schweden hat sich der alte Weltmeister erneut gekrönt. Die auch mit DJK-Spielern besetzte deutsche Nationalmannschaft konnte während des Turniers gute Leistungen abrufen und am Ende einen hervorragenden sechsten Platz belegen.

Für DJK-Goalie Jan Saurbier begann die WM dagegen mit einem Schock. Gerade in der Schweiz angekommen, musste er kurzfristig vor dem Start aus medizinischen Gründen aus dem Kader genommen werden. Auch wenn die Chance auf Spielerfahrung bei einer Weltmeisterschaft dahin war, blieb der Holzbüttger während des Turniers bei der Nationalmannschaft zur Unterstützung.

Niklas Bröker bei der WM in der Schweiz – hier gegen Schweden (Foto: IFF – International Floorball Federation; Michael Peter)

Für die verbliebenen DJK-Spieler Janos Bröker, Niklas Bröker und Nils Hofferbert ging es dann auf dem Feld heiß her. Insbesondere die Duelle gegen die Besten der Besten Schweden (1. Gruppenspiel – 4:19) und Finnland (Viertelfinale – 2:11) zeigte einen deutlichen Qualitätsunterschied auf, belegten aber auch den aufopferungsvollen Einsatz der deutschen Nationalmannschaft. Siege gegen Lettland (3. Gruppenspiel – 6:4), Kananda (Playoffs – 21:3) und Norwegen (Spiel Platz 5-8 – 6:5 n.V.), sowie eine knappe Niederlage gegen den späteren Vizeweltmeister Tschechien (2. Gruppenspiel – 6:8) zeigen die Qualität im Kader. Dass ein Sieg gegen Lettland im Spiel um Platz 5 nicht wiederholt werden konnte, sorgte nur kurz für Unmut. Die Mannschaft kann stolz auf sich sein.

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Nils Hofferbert im Viertelfinale gegen Finnland (Foto: IFF – International Floorball Federation; Markus Aeschimann)

„Im Großen und Ganzem sind wir mit dem 6. Platz bei der WM zufrieden. Natürlich hätten wir sehr gerne das Spiel um Platz 5 gewonnen, aber uns hat am Ende etwas die Energie gefehlt,“ so Niklas Bröker nach der WM. Er selbst hatte dabei etwas höhere Ansprüche an sich selbst: „Persönlich bin ich nicht ganz zufrieden mit meiner Leistung. In einigen Spielen habe ich einen guten Job gemacht, aber in anderen war ich nicht so präsent, wie ich es mir gewünscht hätte.“

Dabei prägten er und die anderen DJK-Spieler durchaus das Spiel der deutschen Nationalmannschaft auch im Positiven. Mit insgesamt 9 Scorerpunkten – genau so viel wie sein Bruder Janos – braucht sich der 25-Jährige nicht verstecken, insbesondere da er seinem Bruder im Spiel gegen Norwegen den entscheidenden Treffer in der Verlängerung auflegte. Janos wurde zudem im Spiel gegen Kanada zum besten deutschen Spieler auf dem Feld gewählt. Nils Hofferbert verzeichnete mit 8 Vorlagen zusammen mit dem deutschen Topscorer Jakob Heins die meisten Assists im deutschen Team.

Nach dem Highlight WM wartet nun wieder der Floorball-Alltag auf die Nationalspieler. Bereits am kommenden Wochenende auswärts im Pokal gegen Zweitligist Dessau, danach der normale Ligabetrieb. Kaum Zeit für eine Verschnaufpause: „Das wird tatsächlich eine schwierige Angelegenheit. Man braucht immer ein paar Tage, um wieder in den Alltag zurückzufinden. Ich werde wahrscheinlich erst nach dem Pokalspiel wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Ich brauche einfach ein paar Tage zum regenerieren,“ so Niklas. Die DJK freut sich auf jeden Fall, ihre WM-Fahrer so schnell wie möglich wieder auf dem Feld zu sehen.

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